Sicherheit (116 Artikel)

Schreibmaschine FTW! NSA-Ausschuss stellt um

Der NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages möchte wieder Schreibmaschinen einsetzen. Ja, kein Scherz, sagte am Montag Vorsitzender Patrick Sensburg (CDU) dem ARD-Morgenmagazin. Der Ausschuss denkt wirklich darüber nach, wie man sich vor dem Ausspähen des eigenen “Freundes” (NSA) besser schützen könne. Schließlich kann es nicht sein, dass der amerikanische Gehemindienst auch noch über die Ermittlungen der Bundesregierung informiert ist. Daher denken die Ausschussmitglieder tatsächlich über einen Schritt zu den Wurzeln zurück. An eine Zeit, wo es noch keine Computer gab. Denn diese stehen ja bekanntlich im Fokus der Überwacher. Was ist da also naheliegender, um noch ansatzweise fortschrittlich zu denken? Ganz recht, die gute alte Schreibmaschine. Doch der Weg zum Ursprung hat durchaus seine Tücken.

Artikel lesen

Webnutzung: Gib Bequemlichkeit einen Korb, mach was!

Vorgestern las ich in der Screenguide Nr. 22 Matthias Pfefferles Kolumne “Pfefferles Open Web”. Diesmal ging es ihm um die Nutzung von WhatsApp. Wir wissen, dass die App in den letzten Monaten stark unter Beschuss stand. Neben etlichen Sicherheitslücken war auch der Kauf durch Facebook ein wichtiges Thema. Pfefferle nutzte den Messenger bisweilen mit der oft gehörten Standardantwort: Ich habe doch nichts zu verbergen. Aber die Variable Facebook ändert für ihn nun alles. Plötzlich ist dort ein milliardenschweres soziales Netzwerk, welches mit Nutzerdaten regelrecht spielt. Nun sind seine Daten erstrecht Geld wert. Genauso denken viele andere Nutzer. Daher wanderten sie zum Beispiel zu Konkurrenten wie Threema oder Telegram ab. Doch selbst bei diesen Diensten läuft man als Nutzer irgendwann wieder Gefahr, bei einem Internetriesen zu landen. Pfefferle rät dazu, sich nicht nur auf einem Anbieter zu verlassen, nach Möglichkeit dezentrale Kommunikationswege zu wählen oder sogar ältere Kommunikationskanäle zu verwenden: E-Mail, SMS, Telefon etc.

Artikel lesen

Towelroot: Umstrittene Root-Möglichkeit für Android

Wer sein Android-Gerät bislang Rooten wollte, hatte es damit meist schwer. Selten existieren einfache Methoden, wie App installieren, ausführen, neu starten und fertig. Meist sind es komplexere Anleitungen mit allerlei Verrenkungen, um volle Systemrechte auf einem Android-Device zu erlangen. Vor wenigen Tagen stellte George Hotz, besser bekannt als PS3-Hacker Geohot, sein Root-Tool towelroot vor. Damit sei es möglich, nahezu jedes Android-Gerät zu Rooten. Die kleine App nutzt dabei einen Bug im Linux-Kernel, der seit dem 3. Juni 2014 geschlossen ist. Doch kaum ein Hersteller bietet bisweilen eine Fehlerbereinigung. Daher sollte der Exploit theoretisch auf jedem Android-Smartphone und Tablet funktionieren. In der Praxis schaut es dann wiederum anders aus.

Artikel lesen

Car IT: die verkannte Gefahr der Automobilbranche

Im Jahre 1886 läutete Carl Benz mit seinem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 die Ära des modernen Automobils ein. Seitdem hat sich die Automobilindustrie stetig weiterentwickelt und ist heute ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft und in unserem Leben. Das heutige Auto ist nicht länger ein dampfbetriebener Viertakter, der uns von A nach B bringt. Die Autos, die heute auf unseren Straßen fahren, verbrauchen Kraftstoffe wesentlich effizienter als zuvor. Sie sind auch mit etlichen Sicherheits- und Assistenzsystemen ausgestattet, die den Autofahrern im Straßenverkehr und in Notfällen unter die Arme greifen sollen. Es ist heute zu einem Spielplatz multimedialer und technischer Funktionen geworden, mit dem die Hersteller sich gegenseitig zu überbieten versuchen. Bei all der Faghrzeugsicherheit und den Extras, auf die heute gesetzt wird, darf diese aber nicht bei der Sicherheit von Elektronik und Software selbst aufhören.

Artikel lesen

Warum die Zerschlagung von Google nichts bringen wird

Die Jagd auf Google hat begonnen, wenn es nach den Presse-Verlagen geht. Der erste Meilenstein war das im vergangenen Jahr verabschiedete Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Darunter tummelte sich als Befürworter auch der Axel Springer Verlag. Mitte April veröffentlichte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer SE, einen offenen Brief in der FAZ, adressiert an Google-Vorsitzenden Eric Schmidt. Döpfner versucht darin, seiner Angst gegenüber dem Internetkonzern Ausdruck zu verleihen. Vor rund zwei Wochen urteilte der Europäische Gerichtshof, das Google’s Websuche auf Antrag vergessen muss. Damit brachten die europäischen Richter einen Stein ins Rollen. Sigmar Gabriel (SPD) forderte aus dieser Konsequenz die Zerschlagung des Suchmaschinenriesen. Das Leitthema der aktuellen Welt der Wunder Ausgabe (6/14) befasst sich mit dem Welt-Diktator Google.

Artikel lesen