Sicherheit (116 Artikel)

Superfish, PrivDog und Co. bedrohen deine Privatsphäre

Das Thema schlägt derzeit große Wellen. Letzte Woche wurde auf Lenovo-Laptops eine Sicherheitslücke entdeckt. Wer zwischen Oktober und Dezember 2014 ein Notebook des chinesischen Herstellers kaufte, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit die Adware Superfisch von Komodia installiert haben. Lenovo liefert, wie so viele andere Hersteller auch, seine Endgeräte mit reichlich Bloatware aus. Superfish schleust Werbung in x-beliebige Webseiten ein. Eine solche Methode bezeichnet man klassischerweise als Adware. Gewollt oder ungewollt spielt dabei keine Rolle. Um auch auf verschlüsselten Webseiten Werbeanzeigen ausgeben zu können, wird ein eigenes Root-Zertifikat mitinstalliert. Allerdings läuft man Gefahr, direkt in einen Man-in-the-Middle-Angriff zu laufen. Dadurch wird die SSL-Verschlüsselung quasi ausgehebelt.

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Precht: Big Data ist ein Anschlag auf unsere Freiheit

Das muss man erst mal sacken lassen. Der Philosoph Richard David Precht äußerte sich vor wenigen Tagen in einem ZDF-Interview äußerst kritisch zu den Themen Big Data und Terroranschläge. Die Auswertung großer Datenmengen sieht er als einen wirklichen Anschlag auf unsere Freiheit. Weder 9/11, noch das Attentat auf Charlie Hebdo seien seiner Ansicht nach Angriffe auf die Freiheit. Nein, stattdessen richten sie sich gegen ein Land oder eine Redaktion. Da muss ich ihm in gewisser Weise zustimmen. Die Anschläge selbst tragen nicht zu einer Beschneidung unserer Freiheit bei, wohl aber unsere Politik und was sie daraus macht. Siehe die Versuche einiger Parteien die Rampensau Vorratsdatenspeicherung erneut durchs World Wide West zu treiben.

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E-Mail-Verschlüsselung mit PGP kann so einfach sein

Wir leben ja seit Sommer 2013 in einer fiesen Welt. Seitdem wissen wir dank Edward Snowden, was die Geheimdienste dieser Welt so treiben. Mehr und mehr kommen schmutzige Details ans Licht. Der mündige Bürger fühlt sich entweder hilflos oder hat davon keine Ahnung. Alles nicht schlimm. Es muss einem nur bewusst werden, dass man die eigene Privatsphäre im Internet schützen sollte. Erst kürzlich schrieb Melanie Petersen bei t3n darüber, dass sie Angst um ihre Daten in der Zukunft habe. Sich darum zu sorgen ist gut und richtig. Jeder hat Geheimnisse, oder würdet ihr jedem eure sexuellen Vorlieben anvertrauen? Ich denke eher nicht. Daher ist Verschlüsselung wichtig. Um sicher per E-Mail mit anderen kommunizieren zu können, existiert Pretty Good Privacy (kurz: PGP). Dahinter steckt ein sehr starkes Verschlüsselungsverfahren von Phil Zimmermann. Der NSA gelang es bis heute nicht, PGP zu knacken.

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Sicherer Krypto-Messenger Kullo jetzt für alle

Ich hatte im November vergangenen Jahres das Glück eine von 100 Einladungen durch eine t3n-Aktion für den Krypto-Messenger Kullo zu erhalten. Das Startup aus Wiesbaden bietet seinen Nutzern einen Chat-Client mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das klang für mich alles vielversprechend. Doch irgendwie war dort tote Hose. Das lag wohl vornehmlich daran, dass das System nur mit Invite nutzbar war und das Unternehmen eben in Deutschland sitzt. Da kann man sich vorstellen, was für eine Durchschlagskraft ein Messenger wie Kullo haben dürfte. Seit Anfang der Woche ist Kullo frei verfügbar. Jeder kann jetzt loslegen und seine Kommunikation mit einem weiteren Tool sichern. Die Aufmachung von Kullo ist schlicht. Die Anwendung konzentriert sich auf das wesentliche — Schreiben und Dateiübertragung, natürlich alles verschlüsselt. Kullo wird als E-Mail-Alternative vermarktet, fungiert aber genauso als Chat-Client.

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AdNauseam will Onlinewerbung den Kampf ansagen

Werbeanzeigen auf Webseiten sind vielen ein Dorn im Auge. Zugegeben mir auch. Einerseits, weil es einfach nervt und andererseits auch aus Sicherheitsgründen. Es wäre nicht das erste Mal, dass seriöse Seiten dank eingeblendeter Online-Werbung zur Virenschleuder mutieren. Wer sich schützen will, egal ob vor Schadsoftware oder Augenkrebs, verwendet einen Adblocker. Aber bitte nicht den häufig kritisierten Adblock Plus. Werbung bleibt einem dank Werbeblocker künftig erspart. Das Wahre ist es allerdings nicht. Daniel C. Howe, Entwickler des Firefox-Addons AdNauseam, möchte den Kampf gegen Online-Werbung auf eine neue Stufe bringen. Seine Erweiterung flutet klickbare Werbung bis zum Erbrechen. Es wird einfach alles angeklickt, was anklickbar ist.

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