µBlock: umfangreicher und effektiver Adblocker

Gestern erreichte mich auf Twitter die Nachricht, dass die Erweiterung Adblock Edge im Juni 2015 eingestellt wird. Seit dem Sascha Pallenberg die Machenschaften von Adblock Plus aufgedeckt hat, setzte ich auf die Adblocker-Alternative. Schade, aber traurig muss man deshalb nicht sein. Denn der Entwickler stellt die Entwicklung wegen µBlock ein. Das Addon gibt es für Browser, wie Firefox, Chromium-Derviate, Opera und Safari. Ich habe mir den Adblocker kurz angeschaut.

µBlock für Mozilla Firefox
µBlock für Mozilla Firefox

Die Installation verlangt keinen Neustart. Das ist bei vielen Firefox-Addons leider immer noch die Seltenheit. In der Symbolleiste erscheint das Zeichen “µ”. Darüber seht ihr direkt, wie oft auf einer Seite Werbung blockiert wurde und könnte quasi alles auswerten. Über die kleine Pipette im Menü oder das Kontextmenü lassen sich störende Elemente einfach durch Anklicken entfernen. Das ist wirklich kinderleicht. Der Adblocker bietet eine Vielzahl an Filterlisten, passend gegen Werbung, Schadsoftware, soziale Netzwerke, zum Schutz der Privatsphäre und mehr. Dazu kommen gängige Listen wie EasyList, EasyPrivacy‎, Malware Domain List‎, Spam404 etc. zum Einsatz.

µBlock bietet umfangreiche Filterlisten
µBlock bietet umfangreiche Filterlisten

Natürlich kann man genauso eigene Filter festlegen, wie es auch bei Adblock Edge möglich war. Um seine alten Filter zu übertragen, kopiert man alle Einträge und fügt sie in µBlock ein. Wer auf bestimmten Seiten den Blocker deaktivieren möchte, hinterlegt in der Withelist die betreffenden Domains. Der Quellcode von µBlock steht unter einer GPLv3-Lizenz. Im Vergleich zu anderen Adblockern soll µBlock sogar deutlich ressourcenschonender sein. Alles in allem macht der Adblocker einen sehr guten Eindruck auf mich.

Bei einem Besuch von Bild.de (Schande über mich, aber die haben viel Werbung) blockierte µBlock zuverlässig alle Anzeigen. Genauso auch bei SZ-Online. Auch 2015 sind viele Webseiten im Netz mit Werbung geradezu bepflastert. Das ist für mich absolut störend. Wenn Seitenbetreiber wenigstens auf blinkende oder großflächige Werbeanzeigen verzichten würden, wäre das schon ein großer Fortschritt. Hinzu kommen unerlaubtes Tracking oder Verbreitung von Schadsoftware durch Anzeigen. Sodass ein Adblocker trotz vieler Kritiker ein Sicherheitsfeature ist.

Wer einen einfachen und leistungsfähigen Adblocker sucht, sollte mal einen Blick auf µBlock werfen.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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