Z1C: Zwei Wochen CyanogenMod 12 — mein Zwischenfazit

CyanogenMod 12 empfinde ich nach zwei Wochen alltäglicher Nutzung als sehr angenehm. Das Material Design bringt viel Frische und Eleganz mit. Unterstützt durch den neuen Theme Manager kann man sich optisch schon ganz gut austoben. Funktionsmäßig überzeugt Android 5 ebenfalls. So gefallen mir die neue Benachrichtigungsverwaltung und der Multi-User-Support ganz besonders. Endlich kann ich mein Smartphone während eines Meetings stummschalten und es wechselt nach Ablauf der Zeit automatisch in den Vibrationsmodus zurück. Dass man Benachrichtigungen nach Wichtigkeit einordnen kann, ist in meinen Augen extrem sinnvoll.

CyanogenMod 12 auf meinem Sony Xperia Z1 Compact
CyanogenMod 12 auf meinem Sony Xperia Z1 Compact

Manche Info will man in der Statusleiste gar nicht erst aufploppen sehen. Insgesamt wird einem das Arbeiten damit erleichtert, da man deutlich mehr Kontrolle über mögliche Ablenkungen hat. Die Möglichkeit mehrere Nutzerkonten auf einem Gerät zu nutzen, bietet eine bessere Trennung zwischen privat und geschäftlich. Wenn auch noch nicht ganz perfekt, stimmt aber die Richtung. Daran wird Google sicherlich weitehin arbeiten. An der Performance von CM12 kann ich nichts beanstanden. Keine plötzlichen Abstürze oder spontane App-Crashes. Höchstens beim Wechseln eines Themes. Das System läuft ansonsten flüssig.

Kleinere Startschwierigkeiten, danach lief aber alles

Mein Umstieg von CM11 auf CM12 war anfangs etwas holprig. Das beschrieb ich bereits in meinem Artikel vom 13. März 2015. Mit dem Cyanogen Recovery wurde ich nicht richtig warm und wechselte recht schnell auf TWRP. Mir fehlte die Backup-Funktion. Ohne Sicherung lebt es sich eben wenig entspannt. Rashr, welches ich hier im Blog auch schon vorgestellt habe, erwies sich als guter Gehilfe um eine Sicherung des alten Recoveries anzulegen und TWRP zu flashen. Nach einem Firmware-Update bleibt TWRP erhalten, außer man verlangt die Aktualisierung des Recoveries in den Entwickleroptionen. Meine Backups legte ich bis dato im laufenden Betrieb mit Online Nandroid Backup an. Das klappt auch weiterhin.

Nur habe ich festgestellt, dass meine Sicherungen mit MD5-Prüfsummen danach nicht wiederherstellbar waren. Warum? Keine Ahnung. Ohne geht’s aber fehlerfrei. Kleinere Schwierigkeiten hatte ich mit dem Ändern des Sperrbildschirm-Wallpapers. Die Lösung dazu habe ich in einem anderen Blogartikel veröffentlicht. Aber alles halb so wild.

Den Akkuverbrauch muss ich weiterhin im Blick behalten

Derzeit schaue ich immer noch auf die Akkulaufzeit. Da bin ich ehrlich gesagt noch etwas zwiegespalten. Einerseits habe ich das Gefühl, der Verbrauch wäre minimal höher als bei CM11 und andererseits scheint es aber ausreichend zu sein. Wakelock Detector zeigt mir keine nennenswerten Auffälligkeiten an und CPU Spy Material genauso wenig. Das kann ich nur weiter beobachten. Beim Thema Akkulaufzeit sollte man ohnehin immer beachten, dass jeder ein individuelles Nutzungsverhalten hat und daher der Akku unterschiedlich beansprucht wird.

Trotz Kritik überzeugt CyanogenMod 12

Bis jetzt läuft CyanogenMod 12 also recht gut, nachdem ich die anfänglichen Startschwierigkeiten überwunden habe. Trotz meiner Kritik in den letzten Monaten an CyanogenMod funktioniert CM12 bis auf kleinere Mängel erstaunlich gut. Ich kann Android 5 nur empfehlen. Auch wenn es Menschen gibt, die auf Lollipop schimpfen, kann ich das nicht ganz nachvollziehen. Ja, auch Lollipop hat noch ein paar kleine Macken, wie zum Beispiel die vollständige Stummschaltung aller Ereignisse samt Weckrufe. Dieser Bug wurde aber mit Android 5.1 bereits behoben. Bald können wir uns ebenso auf erste CyanogenMod 12.1 Nightly-Builds freuen.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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