Der hitchBOT reist durch Deutschland — Nimm ihn mit!

Gestern startete der kleine hitchBOT seine Reise durch Deutschland. Im vergangenen Jahr durchquerte er mit menschlicher Hilfe Kanada von Ost nach West. Der hitchBOT ist zwingend auf menschliche Unterstützung angewiesen, da er sich nicht eigeständig fortbewegen kann. Das lädt geradezu zu einem Experiment ein. Wie reagieren Menschen auf einen Roboter am Wegesrand? Würden sie ihn mitnehmen oder in der Pampa stehen lassen? Das wollen David Smith und Frauke Zeller herausfinden. In Kanada ist das bereits geglückt. In nur 26 Tagen reiste der hitchBOT einmal quer durchs Land. Jetzt wollen die beiden Wissenschaftler den Roboter auch in Deutschland an den Fahrbahnrand stellen. Wie reagieren wir prüden Deutschen auf einen Roboter?


hitchBOT Goes to Germany

Das werden wir nach rund 10 Tagen erfahren. Denn so lange dauert seine Rundreise. Ausgangspunkt ist München. Von dort aus geht es nach Neuschwanstein, weiter Richtung Frankfurt a. Main und in die Karnevalshochburg Köln. Nach einem Kölsch reist hitchBOT durchs Ruhrgebiet nach Berlin. Von der Landeshauptstadt aus wird er die schöne Insel Sylt besuchen und danach das beschauliche Städtchen Görlitz. Am 22.02.2015 soll er planmäßig wieder in München ankommen. Galileo (ProSieben-Wissenssendung) hat den quirligen Roboter zu dieser Reise eingeladen.


German Travel Route

Im Vorfeld hatte Jan-Bernd Meyer, leitender Redakteur bei Computerwoche, die Ehre den hitchBOT in München interviewen zu dürfen. Das war jedoch alles andere als einfach. Meyer wurde ununterbrochen mit Fragen gelöchert, sodass er selbst nicht mehr zu Wort kam. Das sollte aber keineswegs der Regelfall sein, wie Frauke Zeller im Anschluss gegenüber Herrn Meyer erklärt. Der hitchBOT hinge in einem Loop fest, weil sich wohl ein Kabel gelöst habe. Er sei allerdings so konzipiert, dass er möglichst viel frage, damit er nicht in Bedrängnis kommt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es das kleine Kerlchen mit so manchem Dialekt schwer haben könnte. Aber wem von uns geht das nicht manchmal genauso? Außerdem macht es Konversationen für ihn durch das Stellen von Fragen etwas leichter. So aus dem Nichts heraus etwas zu erzählen ist für einen Roboter sicherlich auch nicht gerade einfach. Uns Menschen fällt das gelegentlich selbst schwer.

Hitchbot auf einer Ausstellung (Quelle: Archie, Liz. CC BY 2.0)
Hitchbot auf einer Ausstellung (Quelle: Archie, Liz. CC BY 2.0)

Man kennt das ja, das berühmte Schweigen der Lämmer. Weitere technische Details verrät der Computerwoche-Artikel. Die darin eingebetteten Videos sind sehr amüsant und informativ. Schaut sie euch an. Mein Respekt gilt Jan-Bernd Meyer für seine Ausdauer den hitchBOT zu befragen. Nun freue ich mich auf spannende Momente mit dem kleinen Roboter. Ich wünsche ihm alles Gute auf seiner Deutschlandreise. Falls ihr das Glück habt, den hitchBOT zu treffen, dann nehmt ihn mit. Bei mir kommt er leider nicht vorbei. Wenn ihr wissen wollt, wo er sich gerade befindet, schaut auf die interaktive Karte.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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