Bloggen, weil's Spaß macht. Kennst du das?

Seit über drei Jahren bin ich nun schon in diesem Bereich zu Hause. Alles begann im Grunde mit meiner Ausbildung zum Informatikkaufmann und einer brachliegenden Domain, samt Webspace. Ich stellte mir die Frage, was ich damit anfangen will und da entschied ich mich für einen Blog. Warum? Der IT-Bereich hat mich gefesselt. Vor allem das Web, IT Security, Android, Webdesign und so weiter. Diese Themen begeistern mich und da lag es nahe, darüber möchte ich schreiben. Nach dem dieser Entschluss gefasst war, ging die Suche nach einem simplen Blogsystem los. Dann noch etwas am Design geschraubt und für den ersten Auftritt klar gemacht. Ahnung vom Bloggen hatte ich keine. Das war mir aber auch egal. Ich wollte loslegen. Man lernt das schon noch mit der Zeit, dachte ich mir. Stimmt!

Writing Tools (Quelle: Pete O'Shea, Liz. CC BY 2.0)
Writing Tools (Quelle: Pete O'Shea, Liz. CC BY 2.0)

Denn mein Blog ist genauso gewachsen, wie ich. Es ist quasi der Spiegel meines Selbst. Genau darum geht es beim Bloggen. Such dir Themen, die dich begeistern, und sei ganz du selbst. Im Netz gibt es an so vielen Stellen Artikel darüber, wie man erfolgreich bloggt. Das kannst du alles getrost beiseitelassen. Den ganzen Quatsch mit Reichweite, SEO oder wie man für seine Leser den perfekten Artikel schreibt, ist größtenteils Blödfug. Sicher ist Suchmaschinenoptimierung und eine halbwegs gute Wortwahl hilfreich, aber keineswegs das Hauptaugenmerk. Ich hab einfach drauflos geschrieben. Mein Motto war und bleibt: Wer meinen Blog lesen will, soll das gern tun. Ich schreibe, weil es mir Spaß macht.

Mein Tipp: Mach dein Ding und bleib dir treu

Das sagt auch Sascha Pallenberg immer wieder. Und er hat verdammt recht damit. Hab keine Angst davor Fehler zu machen. Die macht jeder und ist total normal. Manchmal muss man mal etwas vollkommen Neues ausprobieren. Egal ob es klappt oder nicht. Wichtig ist, dass du Spaß daran hast. Wenn man damit erfolgt hat, dann kommen recht schnell Neider auf einen zu. Davon kann ich genauso ein Lied singen, wie jüngst auch Richard Gutjahr. Oft wird man für sein Hobby belächelt. Manch einer weiß gar nicht, was da oftmals an Arbeit in einem Blogbeitrag steckt. Gelegentlich sitze ich spät abends noch da und schreibe. Sascha Pallenberg meinte kürzlich in einem Interview, dass die meisten Kritiker es selbst nicht gebacken bekommen. Kritisieren sei eben leichter. Dem kann ich nur zustimmen.


Sascha Pallenberg, Techblogger im Interview

Von solchen Menschen sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Weitermachen und aus Fehlern lernen lautet die Devise. Du wirst es dir später danken. Um dich rum werden sich genauso Menschen tummeln, die deinen Rat zu schätzen wissen und dich respektieren. Das kommt alles mit der Zeit. Ich hatte anfangs wenig Kommentare. Doch dann habe ich ein paar richtig hilfreiche Artikel veröffentlicht und siehe da, sogar nach über einem Jahr bekomme ich dafür noch neue Beiträge. Ich freu mich immer, wenn ich jemandem damit helfen konnte. Weil ich genau weiß, dass ich selbst mal vor diesem Problem stand. Mein Blog ist für mich zu einer Gedankenstütze geworden. Erst gestern brauchte ich mal fix den Offline-Installer des Flash Players. Darüber hatte ich letztes Jahr geschrieben. Da brauche ich nicht lange suchen. Das geht schneller als über Google.

Bloggen: Hobby ohne Aussicht auf Erfolg?

Wer Bloggen aber als reines Hobby ansieht, liegt falsch. Unsere Medienkultur befindet sich im Wandel. Heute kann ein Blogger auch Journalist sein und umgekehrt. Das Internet hat neue Möglichkeiten eröffnet, um seine Meinung, sein Wort einer breiten Masse zugänglich zu machen. Dadurch entstehen vollkommen neue Möglichkeiten. Reich wird man damit jedoch nicht. Das hat aber auch nie jemand behautet. Okay, vielleicht die unzähligen Artikel mit der Überschrift: “Wie werde ich ein Prolo-Blogger”. Alles Quatsch. Sascha Pallenberg sagt: Die Monetarisierung ist das letzte worüber du dir Gedanken machen solltest. Genau so ist das. Oftmals sitzen hinter solch intellektuell wirkenden Beiträgen ausgebuffte PR-Berater. Sie wittern ihr Geschäft.

Cool, original, authentic. (Quelle: Miran Rijavec, Liz. CC BY 2.0)
Cool, original, authentic. (Quelle: Miran Rijavec, Liz. CC BY 2.0)

Wer heute mit dem Bloggen anfängt, sollte einfach nur viel Spaß mitbringen und über Themen schreiben, in denen er selbst aufgeht. Reichweite, Monetarisierung etc. gehören ganz ans Ende. Bleib authentisch und ehrlich. Dann klappt das! Blogplattformen gibt es ja heute reichlich, sodass man keine Ahnung von der Technik haben muss. Für Interessierte bietet Sascha Pallenberg hilfreiche Tipps oder mein einfaches Blogger-Erfolgsrezept. Probiert es aus!


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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