UnityPDF: PDF-Dateien zusammenfügen und mehr

Tja, irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche Tools wie UnityPDF und der von mir bereits hier im Blog vorgestellte PDFTK Builder einer aussterbenden Softwaregattung angehören. Denn das Projekt UnityPDF wird leider Ende Januar auf Eis gelegt. Um der Community wenigstens noch etwas zurückzugeben, wurden zwei finale Versionen veröffentlicht. Eine für Privatanwender und eine zweite für kommerzielle Unternehmen ohne Erfolgsabsicht. Beide Versionen sind aber identisch, um für alle Fairness walten zu lassen. Als Grund für das Ende des Projekts geben die Entwickler an, dass sie bis zum Schluss kaum noch Einnahmen erzielten. Ihr Google AdSense Account wurde seitens Google gesperrt. Sie hätten die Regeln verletzt. Freischalten war wohl nicht möglich. Danach ging es weiter bergab. Schade, denn die Anwendung ist keinesfalls schlecht. Daher möchte ich UnityPDF hier kurz vorstellen.

UnityPDF: alle Aktionen im Überblick
UnityPDF: alle Aktionen im Überblick

Die Grundfunktionen decken sich weitestgehend mit denen des PDFTK Builders. Doch dieser wird seit Jahren nicht mehr aktualisiert. Mit UnityPDF können genauso PDF Dokumente zusammengefügt, getrennt und gedreht werden. Die Rechte einer PDF-Datei kann man ebenso festlegen und per Passwort schützen. Besonders gut gefällt mir der simple Programmaufbau. PDF reinziehen, Aktion auswählen und fertig. Beim PDFTK Builder gelingt das nicht so flott. UnityPDF überzeugt auch durch Möglichkeiten nur bestimmte Seiten aus einem bestehenden PDF zu exportieren oder an bestimmten Stellen neue Seiten einzufügen. Dokumente lassen sich natürlich auch in ihre Bestandteile zerlegen, wahlweise jede Seite einzeln, oder festgelegte Seitenblöcke bzw. Speichergrößen. Im Grunde gefällt mir UnityPDF bald besser als der in die Jahre gekommene PDFTK Builder. Beide Tools erfüllen aber tadellos ihren Job.

PDF Dokument um zusätzliche Seiten erweitern
PDF Dokument um zusätzliche Seiten erweitern

UnityPDF kann vier Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch. Das Tool gibt es Portable oder als klassischen Installer. Ich finde es schade, dass derartige PDF-Tools vermehrt aussterben. Es muss nicht immer Adobe Acrobat Pro sein oder ein anderes kostenpflichtiges Programm. UnityPDF und der PDFTK Builder machen das Arbeiten mit PDFs wunderbar einfach. Sei es Privat oder auf der Arbeit. Diese kleinen Helfer haben mir schon oft geholfen. Wer UnityPDF nun gern selbst benutzen möchte, sollte schnell sein. Nur noch bis Ende Januar ist der Download möglich.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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