Legaler Download von Windows 8.1 endlich möglich

Mit dem Erscheinen von Windows 8 änderte Microsoft auch seine Vertriebsstrategie. Seitdem wurden Computer und Laptops ohne Installationsmedium ausgeliefert. Also war kein Betriebssystem mehr auf DVD im Lieferumfang enthalten. Im Falle einer Neuinstallation stand man schön doof da. Als Unternehmen erhält man immerhin Zugriff auf die benötigten Windows-Images. Der Privatanwender geht leer aus. Er konnte sich mit einem gültigen Produktschlüssel die passende Version herunterladen oder eine Windows-DVD kaufen. Bis jetzt jedenfalls. Letzte Woche veröffentlichte Microsoft ein kleines Tool, welches euch dazu berechtigt Windows 8.1, inklusive Update 1, als Core oder Pro-Version einfach so legal herunterzuladen. Darauf haben die Nutzer lange warten müssen. Denn es ist ein Unding derart beschränkte Möglichkeiten für seine Kunden anzubieten.

Windows Installation Media Creation Tool: Betriebssystemauswahl Windows Installation Media Creation Tool: Installationsmedium Windows Installation Media Creation Tool: Download
Windows Installation Media Creation Tool in Aktion

Selbst bei Windows 7 gibt es keinen legalen Weg, um an eine saubere Installation zu gelangen. Immerhin sorgt Digitalrivercontent.net für Abhilfe. So ganz legal ist das jedoch nicht. Umso mehr begrüße ich den Schritt von Microsoft. Um Windows 8.1 herunterzuladen, braucht man nur noch das kleines Tool von der Microsoft-Webseite. Dann wählt man lediglich die Sprache, die Windows-Version und die Bit-Architektur aus. Im nächsten Schritt legt man fest, ob ein ISO-Image erzeugt werden soll oder ein bootfähiger USB-Stick. Ein Lizenzschlüssel wird für den Download nicht benötigt. Dieser kommt erst bei der Installation zum Einsatz. Danach heißt es dann ein bisschen warten. Microsoft ermöglicht nun eine sehr simple Methode, um das passende Windows-Image zu erhalten.

Bei Microsoft scheint derzeit einiges im Umbruch. Vergangene Woche veröffentlichten die Redmonder .NET nach jahrelanger Abschottung endlich unter einer Open Source Lizenz. Ein Segen, schließlich verdienen Softwareriesen wie beispielsweise Apple ihr Geld nicht mit Frameworks, sondern mit dem damit entwickelten Produkt. Mit der verpatzten Ankündigung, dass Windows 7 kein DirectX 12 mehr sehen wird, legte sich Microsoft aber auf die Nase. Sie versäumten es, mit Kunden und Partnern in einen gescheiten Dialog zu treten und schwiegen das Thema weitestgehend tot. Ausgerechnet ein AMD-Manager überbrachte nun die traurige Nachricht für viele Gamer. Microsoft muss umdenken. Das gelingt bereits ganz gut, jedoch noch nicht immer optimal.

Update 18.11.2014 — 11:28: AMD hat die Aussage von Chief Gaming Scientist Richard Huddy zurückgezogen. Er sagte auf der weltgrößten LAN-Party: DX12 is not coming to Windows 7. Damit hätte er mehr verraten als abgesprochen. Die Äußerung wird aber nicht dementiert, damit soll Microsofts Kommunikationspolitik unterstrichen werden. Daher ist weiterhin unklar, ob DirectX 12 für Windows 7 erscheinen wird.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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