Collateral bringt Notizen in die Benachrichtigungsleiste

Erinnerungen oder Notizen in der Statusleiste von Android abzulegen, ist ein alter Hut. Angefangen hatte alles mit der App Notif. Diese Idee schlug bei vielen wie eine Granate ein. Auch heute gibt es immer wieder mal neue Tools, welche genau darauf abzielen. In der Vergangenheit leisteten mir ReNotify und später Notable immer treue Dienste. Vor wenigen Tagen stolperte ich bei Google Play über Collateral. Die Anwendung schlägt in die gleiche Kerbe und erstellte Notizen in der Benachrichtigungsleiste. Die Optik ist bereits auf Googles neues Material Design getrimmt. Da kam ich nicht umhin, mir die App genauer anzuschauen. Das Tool schafft es spielend, Funktionsreichtum mit einfachem Handling zu kombinieren. Elementare Funktionen sind die Erstellung neuer Notizen oder Listen. Alle erstellten Einträge landen der Übersicht halber in einem Archiv.

Notizen und Listen mit Collateral erstellen
Notizen und Listen mit Collateral erstellen

So können entfernte oder versehentlich weggewischte Nachrichten wieder in die Statusleiste geschoben werden. Das Erstellen einer neuen Notiz geht ganz easy: App öffnen, Titel eingeben, falls gewünscht noch eine Beschreibung und abhaken — fertig. Das gelingt mindestens so fix wie bei Notable. Wem das nicht genügt, kann zusätzlich das Statusicon festlegen, eine fixierte Benachrichtigung erzeugen, die Position bestimmen, Aktionen (z.B.: Kontakt anrufen) oder ein Bild hinzufügen und last but not least eine Erinnerung setzen. Die letzten drei Optionen stehen nur in der Pro-Version bereit. Das Listen-Feature ist auch richtig cool, denn dort kann man die Art der Liste definieren. Also nummerisch, mit Anstrichen, Punkten, Leerzeichen oder ohne Aufzählungszeichen. So bietet Collateral für jede Listenart die passende Formatierung an.

Collateral: Aktionen, Archiv und Optionen
Collateral: Aktionen, Archiv und Optionen

Erstellte Notizen und Listen lassen sich über die Statusleiste auf Knopfdruck editieren. In den Einstellungen könnt ihr das Verhalten von Collateral recht individuell festlegen. Erstellt ihr beispielsweise lieber Listen, dann startet die App gleich in dieser Ansicht, wahlweise mit ausgeklappter Tastatur. Ebenso können in den Optionen Grundeinstellungen für das Erstellen von Listen und Notizen eingestellt werden. Die Benachrichtigungseinstellungen sind nur nach dem Kauf der Premium-Version verfügbar. Alles in allem finde ich Collateral echt gut umgesetzt. Besonders gefällt mir diese Einfachheit, gepaart mit einem angemessenen Funktionsumfang. Die Aktionen finde ich ein gelungenes Zusatzfeature. Direkt aus der Statusbar heraus eine SMS schreiben ist schon genial.

Dagegen kommt selbst mein mittlerweile geliebtes Notable nicht mehr an. Collateral bekommt ihr kostenlos bei Google Play und für 0,71 Euro per In-App-Kauf die vollwertige Version.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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