Google entfernt Authoreninfo aus der Websuche

Da hat Google doch wirklich ernst gemacht. Vor knapp zwei Monaten kündigten sie bereits an, dass die Autorenbilder aus der Google-Suche verschwinden und nun stellt man das Projekt Authorrank gleich ganz ein. Laut Google-Ingenieur John Mueller hätte das Konzept nicht den erhofften Erfolg erzielt. Webseiten würden dadurch keine bessere Stellung bekommen. Schade kann ich da nur sagen. Dabei hatte das soziale Experiment so viele Vorzüge. Man sah auf den ersten Blick, wer der Verfasser eines Artikels oder Ähnlichem war. Dazu verlinkt das jeweilige Google+-Profil, um mehr Informationen zu erhalten. Zusätzlich bestand die Möglichkeit, zu einem Autor weitere Inhalte einfach einzublenden. Also von dieser Schiene her eine prima Sache. Das Profilbild gab dem Ganzen den richtigen Schliff. So wurde beispielsweise einem Blog-Artikel durch die Autoreninformation quasi Leben eingehaucht.

Google (Quelle: Carlos Luna, Liz. CC BY 2.0)
Google (Quelle: Carlos Luna, Liz. CC BY 2.0)

Die soziale Komponente spielte dabei stark hinein. Der Verfasser als Marke. Genialer kann man einen Autoren nicht präsentieren. Ebenso half es dabei zu verifizieren, ob der Inhalt von einer seriösen Person erstellt wurde. Googles Authorship hatte zurückblickend nur einen Haken. Für die Anzeige in der Google-Suche war zwingend ein Google+-Profil notwendig. Andere Suchmaschinen profitieren von diesem Konzept in keiner Weise. Vielleicht begräbt Google das Projekt auch aus diesen Gründen. Man wolle sich nun mehr auf strukturiertes Markup, wie schema.org, konzentrieren. Content soll für Bots noch leichter lesbar sein. Möglicherweise werden dann neue Optionen für eine Autorenschaft entwickelt, welche eventuell in jeder Suchmaschine auftauchen könnten. Das wäre dann wiederum ein echter Fortschritt. Aktuell könnte man mit einigen SEO-Schandeltricks zumindest den Autornamen hinzufügen.

Dazu müsste man zum Beispiel nur die Meta-Beschreibung wie folgt deklarieren: reraiseace — …. Das Wahre ist das jedoch nicht. Dann besser so lassen, wie es ist und abwarten, was Google macht. Derweil sind unsere Beiträge schlichtweg einfache Links inmitten von abermillionen Suchergebnissen ohne jeglichen sozialen Touch. Das Publisher Markup ist von der Einstellung des Authorranks nicht betroffen. Immerhin etwas, fragt sich nur wie lange noch. Blogger haben es aktuell bei Google nicht unbedingt leicht. Die Blogsuche durfte diese Woche auch dran glauben. Aber dafür landen Blogs nun genauso in Google News. Wie findet ihr die Entfernung der Autorenschaft aus den Suchergebissen?


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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