GFX-Stylez.blog: Die besten Links der Woche 14/2014

Das EU-Parlament setzte sich diese Woche unerwartet für eine stärkere Netzneutralität ein und kippte damit vorerst den Gesetzesentwurf von EU-Kommisarin Neelie Kroes. Hoffentlich bleibt die Europäische Union auf diesem Kurs, denn ein Zwei-Klassen-Internet kann kein sinnvolles Ziel sein. In der Türkei schwinden die Blockaden. Twitter ist wieder frei zugänglich und YouTube dürfte bald folgen. Das türkische Verfassungsgericht ist der Meinung, dass beide Sperren nicht rechtens waren. Aber Ministerpräsident Erdogan trotzt der Judikative. Der Verkauf von Oculus Rift an Facebook zeigt weitere Schattenseiten. Mitarbeiter mussten Morddrohungen erdulden. Wie auch schon bei den Reaktionen zu Flappy Bird, erschreckt es mich, wie groß die Aggressionen mancher Menschen sind. Die Verhältnismäßigkeit von Reaktion und Geschehenem passt keineswegs zusammen.


Muppets rappen "Deep Cover" von Dr. Dre & Snoop Dogg

Mozillas neuer CEO Brendan Eich tritt nach nur 10 Tagen ab. Seine Spende für eine Kampagne gegen die Homo-Ehe im Jahr 2008 wurde ihm zum Verhängnis. Man kann darüber denken, was man will, persönlich finde ich das Verhalten unmöglich. Okay, er mag scheinbar keine gleichgeschlechtlichen Paare, aber ist das ein Grund ihn als CEO infrage zu stellen? Wenn es danach geht, müsste der halbe Fußballverband fristlos gefeuert werden. Macht bloß keiner. Satya Nadella öffnet bei der //build 2014/-Konferenz neue Türen. Künftig wird Windows Phone auf Geräten unter 9 Zoll Displaydiagonale kostenlos vertrieben. Windows könnte möglicherweise sein Startmenü zurückerhalten. Entsprechende Screenshots bestätigten dies bereits. Wann genau, steht derzeit noch in den Sternen. Microsoft führt ebenso "universelle Apps" ein, sodass Entwickler aus demselben Quellcode entsprechende Versionen für Desktop und Smartphone erstellen können.

Einem 5-ährigen gelang ein sagenhafter Hack. Er schaffte es, das Xbox-Live-Konto seines Vaters kinderleicht zu knacken. Zunächst tippte der Junge ein falsches Kennwort ein, im anschließenden Verifizierungsmodus gab er beliebig viele Leerzeichen an und bestätigte. Schon war er eingeloggt. Banaler könnte eine Sicherheitslücke kaum sein. Peinlich. Dem BSI sind 18 Millionen Login-Daten in den Schoß gefallen. Vor wenigen Monaten fanden sie 16 Millionen E-Mail-Zugangsdaten. Die Staatsanwaltschaft leitete entsprechende Ermittlungen ein. Justizminister Heiko Maas appelliert an Online-Dienste, mehr auf die Sicherheit von Passwörtern zu achten.

Meine Favoriten der Kalenderwoche 14/2014


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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