Google Newsstand für deinen Blog konfigurieren

Im Dezember 2011 startete Google den Magazin-Dienst Currents. Eigentlich wollte man damit ein ebenbürtiges Pendant zu Flipboard und Co. schaffen. Doch das Projekt kam eher schleppend voran. Zwei Jahre später wagte Google den Relaunch und ersetzt das betagte System durch Newsstand (Google Play Kiosk). Die überarbeitete App soll das Konsumieren von Nachrichten verbessern. Ich setzte ebenfalls seit Mai 2012 auf diese Option, habe ihr aber bisher wenig Bedeutung beigemessen. Ich sag mal so, es läuft nebenher, tut nicht weh, bringt mitunter aber etwas. Die Einrichtung durch Seitenbetreiber ist relativ einfach, wobei das Interface für Webmaster eine halbe Katastrophe ist. Dieses scheint von der neuen Aufmachung wenig abbekommen zu haben. Die Einrichtung macht für Blogger Sinn und verlangt zudem keine permanente Aufmerksamkeit.

So reichst du deinen Blog am Google Kiosk ein

Eine Voraussetzung, um den Dienst nutzen zu können, ist natürlich ein gültiger Google-Account. Am besten auch der, mit dem ihr bei den Webmaster-Tools angemeldet seid. Ruft nun die Webadresse von Newsstand Producer über Opera, Chrome, Iron oder einen anderen WebKit-Browser auf. Prompt werdet ihr aufgefordert, die Nutzungsbedingungen zu akzeptieren und einige Daten anzugeben. Nach dem dies erledigt wurde, erscheint ein weiterer Dialog, in dem ihr sogleich den Titel eures Magazins, den Link zum RSS-Feed und eventuell einen YouTube-Kanal angeben könnt. Der kleine Assistent richtet anschließend das erste Magazin fast automatisch ein. Doch, das ist erst die halbe Miete. Nun muss eure Publikation um weitere Informationen erweitert werden — Logos, Beschreibungen, zusätzliche Inhaltsquellen etc. Das Menü wirkt weitestgehend klar strukturiert, bietet aber anfangs Potenzial sich zu verlaufen. Die Live-Vorschau auf der rechten Seite könnt ihr getrost vergessen.

veröffentliche deinen Blog als Online-Magazin
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Die Darstellung entspricht mittlerweile nicht mehr der Realität. Das Ausschlaggebende ist der eingebundene RSS-Feed. Integriert zuvor alles relevante dort. Dadurch habt ihr mehr Kontrolle und zugleich eine identische Auslieferung. Beachtet bitte, das einmal indexierte Einträge schwer änderbar sind. An diesem Punkt muss Google unbedingt nachbessern. Das Newsstand-Menü erlaubt eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten. Neben der Festlegung von Grundangaben stehen unter Sections alternative Rubriken parat. Beispielsweise die Erweiterung via Foto-Streams, Video-Kanäle, soziale Updates sowie eigene Artikel, direkt erstellt in Producer. Klickt euch beim ersten Besuch einmal durch das ganze Menü, dann bekommt ihr eine prima Übersicht. Es wäre jedoch schön, wenn Google hier noch etwas aufhübscht und vereinfacht. An einem Magazin dürfen sogar mehrere Personen arbeiten. Wenn alles eingestellt wurde, vergesst nicht den letzten und wichtigsten Schritt: Veröffentlichen!

Um das Magazin zu testen, schaut ihr am besten mit Play Kiosk nach. Meldet euch mit demselben Account in der App an. Dort erscheinen eure Magazine automatisch. Trotz des erschlagenden Browser-Tools ist die Einrichtung eigentlich relativ simpel. Das Potenzial von Google Currents war hoch, doch extrem komplex. Durch die Einführung des Newsstands schaut die ganze Sache nun wesentlich einfacher aus. Was bringt es mir, wenn ich meine Templates aufwendig anpassen kann, die Leser zumeist nur informiert sein wollen? Im Grunde ist das Projekt ein aufgehübschter Feed-Reader, für Blogger trotzdem sehr interessant.

Meine Blogartikel könnt ihr natürlich auch über den Play Kiosk und Google Currents lesen.

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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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