Tumblr und App.net ade

Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, mich von Tumblr und auch App.net zu trennen. Vor über einem Jahr wechselte ich kurzzeitig von Twitter zu Tumblr. Mein Twitter-Account wurde damals wegen angeblicher Spamgefahr gesperrt. Dabei waren es nur wenige Tweets zum Eurovision Song Contest knapp hintereinander. Nach rund einer Woche war mein Zugang wieder frei. Also nutzte ich fortan beide Plattformen. Seit etwas mehr als einem Monat teste ich App.net. Tumblr und App.net sind zwar nicht verkehrt, aber sie bieten doch einige negative Punkte für mich. Diese möchte ich euch aufzählen und eventuell anderen bei der Entscheidungsfindung der sozialen Netzwerke behilflich sein.

Ein Tumblr-Blog kann richtig arbeit verursachen

Eigentlich war mein Tumblr-Blog als Sideblog gedacht. Dort veröffentlichte ich jeden Tag, die Dinge die mir wichtig erschienen und in der weiten Welt passiert sind. Jedoch macht das Einpflegen jedes einzelnen Eintrags richtig mühe. Schließlich soll ja alles schön ordentlich erscheinen. So kam es öfter vor, dass ich mehrere Stunden in der Woche damit beschäftigt war. Die Tumblrlog Artikel wurden mit der Zeit immer umfangreicher. Es genügte mir nicht mehr, nur einen kleinen Absatz zu schreiben und darunter meine 7 Favoriten. Das wäre den geballten Informationen einer ganzen Woche niemals gerecht geworden. Also entschied ich mich für einen echten Wochenrückblick. Meist saß ich zwischen 3-4 Stunden, teilweise sogar länger, an diesem wöchentlichen Bericht. Für den Sonntag erwartete meine Leser somit sehr viel Lesestoff. Eventuell zu viel für den 7. Tag.

Screenshot GFX-Stylez.blog@Tumblr.com
Screenshot GFX-Stylez.blog@Tumblr.com

Da mir beide Aktivitäten in der Woche einiges an Zeit rauben, keimte in mir der Gedanke, mich von Tumblr abzuwenden. In Zukunft wird es sonntags keinen Wochenrückblick mehr geben. Mein Tumblr werde ich daher auch nicht weiter pflegen. Das Veröffentlichen von Links gelingt auf der Microblogging-Plattform nicht so gut, wie bei Twitter, Facebook oder Google+. Es ist immer noch viel manuelle Zuarbeit notwendig. Außerdem stehen im Internet ausreichend andere News-Seiten zur Verfügung. Ich bin nicht der Nabel der Welt, sondern Blogger! Und genau dem werde ich mich wieder verstärkt widmen. Einfach über die Themen schreiben, die mich begeistern.

App.net hat potenzial, aber kaum einer ist dort!

App.net ist wie Twitter. Wer bereits dort vertreten ist, hat keinen Anreiz zu wechseln oder in beiden sozialen Netzwerken angemeldet zu sein. Zudem erschwert das Freemium-Modell den Einstieg. Mittlerweile kann man sich kostenlos anmelden oder für den Zugang bezahlen. Die Idee hinter App.net gefällt mir nach wie vor. Aber nach ca. einem Monat langweilt mich die Plattform. Die meisten, denen ich folge, posten via IFTTT ihre Artikel-Links und das wars. Soziale Kommunikation findet eher nicht statt. Außerdem sind auch nur wenige Bekannte bei App.net angemeldet. Da kann ich genauso gut mit meinem Teddybären sprechen, der ist deutlich gesprächiger. Nur wenn App.net mehr aktive Nutzer bekommt, wirds vielleicht was. Sonst könnte es sich wie Diaspora* selbst schrotten. Mein Abschied ist nicht auf Dauer, außer es ändert sich nichts.

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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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