GFX-Stylez Tumblelog Rückblick 34/13

Die Spähaffäre geht in eine neue Runde. Großbritanniens Premierminister David Cameron setzte den Guardian massiv unter Druck. Er verlange die Vernichtung oder Übergabe der Snowden-Unterlagen. Hacktivist Jacob Appelbaum sieht es als “einen Akt staatlicher Anfeindung.Sascha Lobo spricht von einem “Angriff auf die Meinungsfreiheit.” Der Chefredakteur des Guardian sagte gegenüber der FAZ: “Wir berichten einfach weiter.” Klar, wieso sollte man auch gerade jetzt aufhören. Der Freund des Enthüllungs-Journalisten Glenn Greenwald wurde auf dem Londoner Flughafen für mehrere Stunden ins Verhör genommen. Seine Ausrüstung konnte er sich indes zurückholen. Das harte Vorgehen der US-Behörden gegen Lavabit zieht weitere Dienste hinunter. Das Online-Magazin Groklaw folgt dem Mail-Provider und schließt seine Pforten. Ladar Levison droht eine Anklage, weil er die Nutzerdaten schützen möchte. Das Spähprogramm der NSA scheint doch eine höhere Reichweite zu haben. Der Geheimdienst gibt selbst an, dass nur 1,6 Prozent des täglichen Internetverkehrs erfasst werden.


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Laut einem Bericht des Wall Street Journal sollen es jedoch 75 Prozent sein. Kleiner aber feiner Unterschied. Ein Gerichtsurteil des FISC aus dem Jahr 2011 belegt, dass die NSA unerlaubt die E-Mails von US-Bürger ausgespäht hat. Edward Snowden legt nach. An Yahoo, Facebook, Google und Microsoft wurden mehrere Millionen US-Dollar für die Teilnahme an PRISM gezahlt. Die New York Times wird nun auch über die Enthüllungen berichten. Dadurch soll die Berichterstattung weiter gehen, falls der Guardian abbrechen sollte. Bradley Manning muss für 35 Jahre ins Gefängnis, zuvor forderte die Anklage 60 Jahre haft. Reporter ohne Grenzen kritisierten das Urteil — es sei zu hart. Manning erkennt seine Strafe an und sagte: “Ich zahle einen hohen Preis für eine freie Gesellschaft.Ronald Pofalla hat sich als neuer NSA-Pressesprecher bezahlt gemacht. Nach der Bundestagswahl steht dem nichts mehr im Wege. Großbritannien fandet fieberhaft nach dem ominösen Georg Orwell. Dies berichtete der Postillion vergangene Woche. Was führt Amazon-Chef Jeff Bezos mit dem Kauf der Washington Post im Schilde?

Ballmer geht und die Bundesregierung warnt vor Windows 8

Microsoft-Chef Steve Ballmer wird in den kommenden 12 Monaten seinen Posten räumen. Die Unternehmensaktien schossen nach dieser Meldung um 7 Prozent nach oben und Windows 8 tickt nicht richtig. Löscht euer Windows 8, denn sonst schaut die NSA vorbei. Davor warnte die Bundesregierung. Halt: Das BSI rudert zurück, alles im Grünen Bereich. Lenovo stattet seine PCs künftig mit dem Pokki Menu aus und holt das Windows-Startmenü zurück. Der diese Woche aufgetauchte Adobe-Reader-Exploit ist vermutlich ein Fake. Apples App Store bekam diese Woche Besuch von einem wahren Hightech-Trojaner. Es handelte sich hierbei jedoch nur um eine Demonstration von einem Forscherteam. Bei der Verbreitung von viralen Witzen, sogenannten Meme, im Internet sollte das Urheberrecht nicht aus den Augen verloren werden. Markus Kompa gibt in einem t3n-Artikel nützliche Tipps. Martin Giesler (ZDF-Redakteur) erklärt in einem sehr interessanten Interview, wieso er bei Facebook und Google+ ausgestiegen ist. Teilweise hängen seine Beweggründe mit dem aktuellen Späh-Skandal zusammen.


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Michael Panzer publizierte einen recht guten Vergleich über die Designs von iOS und Android aus App-Entwicklersicht. Der Fernsehsender RTL ist für seine teilweise unseriöse Berichterstattung hinreichend bekannt. Angeblich würde eine bekannte “Handelskette, die ihre Kunden mit Schnäppchenpreisen lockt” Störsender einsetzen, um einen Preisvergleich im Laden zu unterbinden. Der Media Markt dementiert diese Aussage. Mark Zuckerberg möchte die digitale Vernetzung vorantreiben. Doch vorher sollte er sich um eine Sicherheitslücke kümmern. Gemeinsam mit anderen Konzernen hat er das Projekt “Internet.org” ins Leben gerufen. Bezahlbares Internet für alle. Pssst! — nicht weitersagen, aber die NSA gibt auch Geld dazu. Twitter hatte offenbar Besuch von einem Hacker? Dieser veröffentlichte eine Liste mit 15.000 Einträgen, bestehend aus Nutzername, OAuth-Token und Twitter-ID. Twitter hat den Vorfall untersucht, gibt aber Entwarnung. Die Bestandsdatenauskunft kloppt erste Zahlen raus. Alle fünf Sekunden wird ein Bürger abgefragt, Wert steigend.

Orbit Downloader wird zum Angriffs-Tool und Avira reagiert nicht. LOL. Das passt doch. https://t.co/cpJ9jNYG0j http://t.co/zhU7l56oVl
reraiseace (@reraiseace) August 23, 2013

Die Haushaltsabgabe für die Rundfunkgebühren wurde bereits vor der Einführung scharf kritisiert. Mittlerweile ziehen immer mehr Unternehmen vor das Verfassungsgericht. Sixt möchte ebenfalls einen solchen rechtlichen Schritt prüfen lassen. Für ein Jahr würden sie ca. 3 Mio. Euro an den Bayerischen Rundfunk zahlen. Auch der Düsseldorfer Anwalt Thomas Koblenzer möchte vor Gericht gehen.

Favoriten für die Kalenderwoche 34 — 2013

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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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