TweetDeck neu entdeckt und endlich lieben gelernt

Nein, ich kenne TweetDeck nicht erst seit gestern, sondern bereits deutlich länger. Doch vorher habe ich es nie wirklich gemocht, geschweige denn genutzt. Mit dem kürzlichen Update auf 3.0 hat sich das geändert. Nun ist es nicht nur optisch ansprechender, sondern auch erheblich funktionaler geworden. Für den Desktop ist TweetDeck via Browser einfach eine der besten Alternativen. Kein unnötiges Zusatzprogramm oder ein bestimmter Webbrowser, der vorausgesetzt wird. Die Vorteile von TweetDeck liegen für erfahrene Nutzer klar auf der Hand. Mehr Übersicht über das Geschehen sowie ausgefeilte Sortierfunktionen. Twitter erleichtert es seinen Anwendern damit ungemein. So langsam macht sich die Investition von 2011 bezahlt. Das betrifft aber nur die Browser-Version, denn um die Clients für mobile Endgeräte ist es eher schlecht bestellt. Hier fährt Twitter eine harte Politik und bringt obendrein die Konkurrenz zum Stolpern.

Mehr Übersichtlichkeit, dank schickem Flat-Design

Das jüngste Update führt ein neues überarbeitetes Design ein. Es wirkt nun alles sehr viel übersichtlicher und aufgeräumter. Die Navigationselemente sind von oben auf die linke Seite gewandert. Die neue Leiste ist expandierbar. Spalten lassen sich per Drag and Drop sortieren und mit “Add column” ganz leicht eine neue Spalte anlegen. Selbiges gilt für Listen, die Suchfunktion sowie das Erzeugen eines neuen Tweets. Alles in allem ein leicht verständlicher Aufbau. TweetDeck ist jetzt optisch auch viel ansprechender. Schön schlicht, so wie ich es mag. Versteckt in den Einstellungen kann das Thema zwischen hell und dunkel gewechselt werden. Zusätzlich lassen sich die Spaltenbreite und die Textgröße festlegen. Im Optionsmenu versteckt sich allerdings noch mehr: wie beispielsweise eine Liste aller Tastenkürzel und der Logout. Schade das dieser Eintrag gerade dort gelandet ist und nicht direkt auf der linken Seite als Menupunkt zur Verfügung steht.

TweetDeck bei mir (@reraiseace) in Aktion
TweetDeck bei mir (@reraiseace) in Aktion

Mit TweetDeck können nach wie vor auch mehrere Twitter-Accounts verwaltet werden. Auf diese Art erhält der Twitter-User die bestmöglichste Nutzererfahrung. Dadurch, dass alles in Spalten angeordnet wird, besteht die Möglichkeit sich seine Timeline, sein eigenes Twitter-Profil, Interaktionen etc. pp. nebeneinander anzulegen. So passt man sich sein TweetDeck einfach ganz individuell an. Zusätzlich können sämtliche Spalten gefiltert und nach bestimmten Nutzern oder Inhalten durchsucht werden. TweetDeck ermöglicht auch zeitversetztes Veröffentlichen von Einträgen. Das Update bringt viele Verbesserungen mit, die mich wirklich begeistern. Es macht sehr viel Spaß mit TweetDeck zu arbeiten. Kleineres Manko — manche Optionen sind mir noch zu versteckt im Menu. Das eigene Twitter-Profil ist nur über Twitter selbst bearbeitbar. Trotzdem ist TweetDeck meiner Ansicht nach die erste Wahl. Zumal es über die Webversion immer und überall verfügbar ist. Kein Programm oder ein bestimmter Browser vorausgesetzt.

Wer also auf der Suche nach einem brauchbaren Twitter-Client für PC oder Mac ist, macht mit TweetDeck nichts falsch. Für beide Plattformen hat Twitter mittlerweile auch die Desktop-Programme auf den neusten Stand gebracht. Meiner Meinung nach ein wenig doppelt gemoppelt. Wie findet ihr die Anwendung? Verwendet ihr sonst einen anderen Client am Computer? Dann schreibt mir eure Meinung in die Kommentare.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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