Snap Camera, die Android 4.2 Cam für alle Androiden

Kamera Apps für Android gibt es wie Sand am Meer im Play Store. Doch die ein oder andere kann sich doch deutlich abheben. Snap Camera HDR bringt euch die Stock Kamera vom neusten Jelly Bean Update (Android 4.2) auf euer Smartphone. Obendrein wurde die Anwendung nochmals optisch aufgehübscht und zusätzlich um einige nützliche Funktionen erweitert. Mit der Trial Version kann man sich bereits einen ersten Eindruck verschaffen. Für die meisten wird aber die Benutzbarkeit im Alltag ohne Internetzugriff eher umständlich sein. Daher ist die Investition von 1,50€ in die Pro Variante anzuraten. Was die Kamera so alles drauf hat, werde ich euch nun vorführen.

Simples Design bei maximalem Funktionsumfang

Die Snap Camera verfügt über dasselbe simple Design wie die neue Stock Kamera von Android. Nur dass die Oberfläche noch mal vereinfacht und optisch verbessert wurde. Nach dem Start sieht man genau 3 Symbole. Das blaue Fotokamerasymbol, ein rotes Videoaufnahmesymbol und ein Symbol, welche weiteren Einstellungen vorgenommen wurden, also Blitz etc. Tippt man genau darauf, erscheint das Einstellungsmenu direkt in der Mitte. Jetzt kommts aber, dieses Menu kann man auch ganz anders aufrufen. Indem man länger auf den Bildschirm tippt, erscheint es genauso. Lässt man den Bildschirm los, verschwindet es wieder. Gerade das finde ich doch sehr praktisch. Die Oberfläche wirkt aufgrund der spartanischen Aufmachung sehr aufgeräumt und konzentriert sich ganz auf den Bildausschnitt. Zoomen lässt sich im Übrigen auch, einfach zwei Finger zusammen bzw. auseinander schieben.

Schnappschüsse mit Snap Camera HDR schießen
Schnappschüsse mit Snap Camera HDR schießen

Unter der Haube dieser App verbirgt sich aber definitiv sehr viel mehr als nur eine einfache Optik. In den Optionen lässt sich allerhand einstellen. Je nach Gerät beispielsweise ISO, Weißabgleich, Belichtung und mehr. Die Bildgröße und Fotoqualität lassen sich festlegen, sowie die Videoqualität. Gerade für Videos können extrem viele Einstellungen getroffen werden. Von Bitrate, über Größe und Codecs ist alles dabei. Die Kamera kann auch Panoramabilder, verzögerte Bilder (Selbstauslöser) und Mehrfachaufnahmen (Shutter, 2-20 Aufnahmen) erzeugen. Ein Makromodus darf auch nicht fehlen, den erkennt das Programm gleich selbst. Daher kein zwingendes Umstellen nötig. Das Erstellen von HDR Bildern rundet diese fantastische Anwendung ab.

Galerie und Foto-Editor gibts als Sahnehäubchen oben drauf

Mit einem Wischer nach rechts gelangt man aus der Kamera in die mitgebrachte Galerie. Diese kann sich durchaus sehen lassen. Dort werden alle geknipsten Bilder aufgelistet und mit einem Schieben nach unten wird ein Foto sofort gelöscht. Falls das versehentlich passiert, kann es prompt wiederhergestellt werden. Ansonsten ist die Galerie zur Stock Android Galerie sehr ähnlich. Da gibt es wenig Unterschiede. Viel interessanter ist ohnehin der integrierte Foto-Editor. Diesen öffnet ihr über die drei kleinen Kreise. Nun stehen euch vier Menus zur Verfügung: Stilauswahl, Rahmen, Optionen zum Ausrichten und Zuschneiden sowie 4. Farbkorrekturen, Belichtung etc. pp.

Bilder mit Snap Camera HDR bearbeiten
Bilder mit Snap Camera HDR bearbeiten

Also ordentlich was zum Einstellen. Wischt ihr nach rechts, erscheint der Verlauf und erlaubt das Rückgängigmachen oder Wiederherstellen einer jeden Aktion. Mit einem Druck auf “Speichern” wird das bearbeitete Bild als ein neues zu dem bereits vorhandenen Original Foto verfrachtet. Damit lassen sich kleinere Bildkorrekturen sicherlich machen, ersetzen aber aus meiner Sicht kein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm am PC. Für unterwegs reichts aber aus. Sharingfunktionen dürfen einer Foto-App eindeutig nicht fehlen, daher können Schnappschüsse fix aus der Galerie heraus geteilt werden.

Schnelle und einfache Bedienung garantiert

Anders kann ich es nicht beschreiben. Die 1,50€ sind ihr Geld wert und man bekommt dafür viel Kamera. Zwar gibt es auch einige kostenlose Apps im Play Store, allerdings brauchen diese meist auch etwas länger beim Öffnen und Auslösen. Ein prädestiniertes Beispiel ist Camera360. Keine schlechte Kamera und an Effektmöglichkeiten kaum zu toppen. Aber wenn man schnell ein Bild machen möchte, eher weniger geeignet. Auch der Fast-shoot-Modus bringt nicht diese Geschwindigkeit. Da punktet Snap Kamera ganz eindeutig. Die Einstellungen lassen für mich kaum Wünsche offen und konnte in meinen Tests vergleichsweise sehr gute Schnappschüsse zur Samsung Stock Kamera erzielen.


Snap Camera for Android – A Whole New Camera Experience.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer schlichten, fixen und doch funktionshaltigen Kamera App seid, dann solltet ihr euch die Snap Camera genauer anschauen. Auf Geräten mit geringem Arbeitsspeicher hakt es aber etwas und die Bildbearbeitung stürzt häufig ab. Die Trial Version könnt ihr frei testen, solltet dazu aber am besten in den Flugmodus schalten bzw. sämtliche Internetverbindungen deaktivieren. Für den täglichen Einsatz daher eher nicht geeignet, aber zum Ausprobieren genügts alle mal. Wie findet ihr Snap Camera HDR? Schreibt es mir in die Kommentare.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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