You are ready for the web or eher doch ned?

Das dürfte die meisten von euch jetzt sicher etwas verwirren. Für die Englisch- und Slangmuffel eine kurze Übersetzung: “Bist du bereit für das Internet oder eher doch nicht?” Eine simple Frage, die allerdings sehr viele neue Fragen und Probleme mit sich bringt. Denn mal ehrlich, fragt man jemanden, wird dieser natürlich antworten: “Ja, sicher doch.” Aber stimmt das auch wirklich?

Alle machen mit, doch keiner macht es richtig

Wir kennen es noch gut aus Schulzeiten, diesen Gruppenzwang. Einer fängt an mit rauchen und dann rauchen auf einmal noch 5 andere mit, und wenn man dann nicht auch zum Glimmstängel greift, wird man schon schief angeschaut. Mit dem Internet ist es so ähnlich. Hinzu kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt, denn uns wird oft genug suggeriert, dass wir das Internet brauchen. Wer heute noch im dunklen Keller Däumchen dreht, der lebt hinterm Mond.

Glimmstängel
Glimmstängel (Quelle: SuperFantastic, Liz. CC BY 2.0)

Somit befindet man sich in der Lage, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Doch ist das manchmal gar nicht so leicht, denn es gibt viel zu lesen, zu lernen und zu verstehen. Die meisten Anwender sind schlicht und ergreifend nur Nutzer und wollen das es funktioniert. Da wird nicht nach dem warum oder wieso gefragt.

Wer nicht fragt bleibt dumm, …

… lautete es immer wieder im Vorspann der Sesamstraße und das sollte man sich als Erwachsener auch nicht abgewöhnen. Manchmal sind Zusammenhänge im Bezug auf Computer und Internet nicht leicht zu verstehen, aber trotzdem sollte man einen gesunden Wissensdurst an den Tag legen. Wer viel fragt, bekommt auch viele Antworten und lernt das Medium Internet besser zu verstehen.


Anfangsmelodie Sesamstraße 979 1980er Jahre

Verständnis ist wichtig, um sich vor Gefahren und versteckten Tücken zu schützen und nicht Blindlinks irgendwo reinzulaufen. Kleinen Kindern bringt man schließlich auch bei, wie man sich im Straßenverkehr verhält, und lässt das Kind nicht einfach auf die Straße rennen, sodass es die Lektion lernt. Das kann mit unter Wehtun. Das Web hat quasi auch Regeln wie die Straßenverkehrsordnung.

Gib auf deine Daten acht

Gerade der Schutz der persönlichen Daten ist sehr wichtig. Im echten Leben rennt auch keiner mit einem Schild um den Hals herum, auf dem steht:

  • Name
  • Anschrift
  • Sexuelle Vorlieben
  • und so weiter …

Häufig findet man Nutzer, die wirklich keine Ahnung vom Internet haben, es aber trotzdem kräftig nutzen. Sagt man diesen Menschen dann, was sie falsch machen, schauen sie einen mit großen Augen an und sagen: “Oh, das wusste ich nicht.” Meist sind sie dann daran interessiert, diese Fehler möglichst nicht mehr zu machen. Es gibt aber auch die Kehrseite, das nach einem netten Hinweis unbeirrt so weiter gemacht wird. Denn es wäre mit Arbeit verbunden, sich mit der eigenen Sicherheit zu beschäftigen.

Internet Privatsphäre
Internet Privatsphäre (Quelle: o5com, Liz. CC BY 2.0)

Das Internet vergisst nichts und niemanden und das sollte kein Internetnutzer vergessen. Alles was ich mache, kann verfolgt werden. Darüber muss man sich immer im Klaren sein. Nur gut, dass Datenschützer immer noch existieren und die Endnutzer versuchen zu schützen.

Das Internet: ein gesellschaftliches Problem

Wie im ersten Abschnitt angesprochen, kommt heute kaum noch einer um das Internet herum. Der Staat müsste damit die Pflicht haben, durch entsprechende Bildung und Aufklärung auf dieses Medium zu verweisen. Zudem muss in den Köpfen der Menschen ein Umdenken stattfinden. Das, was ich seit Jahren sehe und sich immer mehr manifestiert ist, dass ich mehr und mehr Nutzer entdecke, die keine Ahnung haben, aber anwenden.

Deshalb kann ich auch die These vertreten, dass die meisten Menschen nicht für das Internet bereit sind. Es muss mehr für die Bildung und das Verständnis des Internets getan werden. Das fängt bei jedem einzelnen Anwender an und zieht sich bis zur Bildungspolitik der Länder durch. In diesem Sinne: Keine Angst vor der Technik haben und lieber vorher fragen und nicht einfach drauf los.


Avatar von reraiseace
Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

0 Kommentare

Du kannst diesen Artikel nicht mehr kommentieren.