Die ewige Android-Update Problematik

Viele Besitzer eines Android Smartphones, werden dieses leidige Problem mit den Updates des Betriebssystems kennen. Denn nur wenige Hersteller arbeiten schnell und möglichst fehlerfrei. Viele Geräte erhalten gar keine Aktualisierungen mehr. So ist es auch kein Wunder, das die Android Version 4 auf ca. 16 % weltweiten Marktanteil kommt. Immerhin, das ist schon deutlich mehr, als noch vor einigen Monaten. Trotzdem gibt es seitens der Hersteller und auch Provider viele Scherereien.

Jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen

Sicherlich ist es einigen schon einmal aufgefallen, wenn ihr ein Samsung und daneben ein HTC in Händen haltet, das es sich vermutlich um die gleiche Android Version handelt, diese aber in vielen Designelementen vollkommen anders aussehen. Das ist definitiv ein Problem. Viele Hersteller modifizieren das Androidsystem so weit, das es den eigenen Firmenwünschen entspricht. Schlecht ist das manchmal nicht, aber es kostet Zeit und widerspricht außerdem Googles Vorgaben.

Samsung & HTC
Samsung & HTC (Quelle: Stilgherrian, Liz. CC BY 2.0)

Seit Android 4 aka Ice Cream Sandwich möchte Google, dass die Hersteller nur noch sehr wenig am eigentlichen System verändern und die Updates für die Kunden schneller ausliefern. So der Wunsch, der sich allerdings bis dato nicht realisieren lässt. Schaut man sich nur mal das ICS-Update für das Samsung Galaxy S II an, dann schaut es nur wenig anders aus, als Gingerbread 2.3.6.

Updates werden nicht immer leicht gemacht

Wenn ich jetzt an die Software Samsung Kies denke, dann ergibt sich ein weiteres Problem. Denn dieses Programm zum Updaten und Verwalten der eigenen Daten auf dem Smartphone ist so was von anforderungslastig und instabil, das es sicherlich ungefährlicher ist sein Samsung Smartphone, gleich selbst zu Flashen. Nicht jeder Hersteller arbeitet so, aber bei Samsung wird das updaten dadurch doch erheblich erschwert.

Android Update
Android-Update (Quelle: hirotomo, Liz. CC BY-SA 2.0)

Softwareupdates gehen auch OTA, setzen aber oft einen Google Account und teilweise noch einen zweiten Account beim Hersteller voraus. Auch hier steht Samsung wieder vorne. Denn ohne den Google Account und das Samsung Konto, läuft in Sachen Update via WLAN nichts. Manchmal wird auch nur die Aktualisierung mit dieser Methode angeboten. Auch das ist nicht unbedingt günstig.

Ein Update kann auch vieles Verschlimmbessern

In der Vergangenheit kam es eigentlich bei jedem Hersteller bereits vor, das eine Aktualisierung des Androidsystems für Ärger sorgte. Gerade das Android 4 Update beim Galaxy S II sorgte unter anderem für einen deutlich höheren Akkuverbrauch. Wenn ein Kunde so etwas mitbekommt, dann wird er mit einer Aktualisierung sicherlich eher warten.

Beim Kauf eines Smartphones muss man auch sehr auf die Android Version achten und ob es dafür überhaupt noch Updates gibt. Denn viele Geräte fallen einfach hinten über und bleiben bei Android 2.3 hängen. Meist werden nur Smartphones der “Oberklasse” und teilweise aus dem mittleren Preissegment auf den neueren Stand gebracht.

Ein fast perfektes Dilema

Wer in den Genuss der neusten Android Versionen kommen möchte, hat nur wenige Möglichkeiten. Die Geräte Nexus und Nexus S werden direkt von Google mit den Updates versorgt. Allerdings sind diese Smartphones im Handel nicht mehr in ausreichenden Stückzahlen vorhanden und daher auch teurer im Preis.

Nexus
Nexus (Quelle: LJR.MIKE, Liz. CC BY 2.0)

Zweite Option ist dann das selber Flashen. Mit CyanogenMod wäre das zum Beispiel machbar. Nun muss man dabei aber immer bedenken, dass dabei die Garantie verfällt und ohne nötiges Hintergrundwissen nicht von jedem gemacht werden sollte. Die allerletzte Möglichkeit ist dann die Suche nach einem Hersteller der sich an die Vorgaben von Google hält.

Seit wenigen Tagen befindet sich das Huawei Honour in meinem Besitz und dieses hat das ICS-Update bekommen. Das Interessante und gute an Huawei ist die Updatemöglichkeit. Dies kann nämlich neben OTA auch über eine Speicherkarte erfolgen. Das geht sehr leicht und unkompliziert. Weitere Einzelheiten und einen Testbericht zu dem Gerät werde ich nachreichen, wenn ich es intensiver getestet habe.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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