Ist ownCloud 4.0 nun besser?

ownCloud hat vor wenigen Tagen die Version 4.0 veröffentlicht. Damit wurden einige neue Funktionen eingeführt, die teilweise bereits als App vorlagen oder einfach nötig wurden. Hier eine kurze Liste im Überblick:

  • Versionierung von Dateien
  • Web-Uploads nun fest integriert
  • Verschlüsselung der Dateien
  • ODF Viewer (für LibreOffice und OpenOffice)
  • Drag & Drop Upload
  • Eigene Themes für ownCloud
  • Migration und Backup bestehender ownCloud-Installationen
  • Aufgaben-Anwendung
  • Application API’s
  • Verbesserter App Store
  • Einbinden von anderen Cloudspeichern (Dropbox, Google Drive)

Viele Neuerungen, doch was steckt dahinter?

Version 4 kam überraschend schnell und ich konnte es mir nicht nehmen lassen, wenigstens einen Blick darauf zu werfen. Leider muss ich gestehen, das ownCloud bei mir nicht mehr zum Einsatz kommt und vermutlich auch nicht wieder kommen wird. Die Gründe sind schnell erklärt. Da ich bereits eine andere Groupware nutze, ist es teilweise doppelt gemoppelt gewesen. Allerdings war die Teilenfunktion der ownCloud sehr gut.

Das Verwalten und Hochladen von Dateien ist aber nach wie vor ein Graus. Da hat sich seit Version 2.0 kaum etwas geändert. Man setzt immer noch auf schnödes PHP und JavaScript, wenn man beispielsweise in den Kalender wechselt, lädt die Seite neu und man kann mit einem Upload von vorne beginnen.

Screenshot ownCloud 4.0 Demo
Screenshot ownCloud 4.0 Demo

Zum andern lässt sich ownCloud auch relativ schlecht in ein bereits bestehendes System integrieren. Der Desktop Client wurde zwar schon verbessert, jedoch ist dieser immer noch sehr störanfällig. Von der Android App fang ich gar nicht erst an, die steht mehr oder weniger noch am Anfang der Entwicklung. Die zusätzlichen Apps, wie Kalender, Adressbuch und Co. sind mir allesamt zu spartanisch ausgearbeitet. Da fehlen mir meist 50% der Einstellungsmöglichkeiten, wenn das mal reicht.

Keine gute Lösung mehr

Daher kann ich nur sagen, das ownCloud vor allem an den Upload- und Verwaltungsmechanismen arbeiten sollte. Dateien müssen beispielsweise sicher verschoben, kopiert, ausgeschnitten, umbenannt und gelöscht werden können. Teilweise funktioniert es, jedoch nicht zu 100%. Wenn die Entwickler genau das verbessern würden und die Rechteverwaltung unter Linux besser wird, dann könnte man das System vielleicht auch wieder mehr nutzen. Aktuell finde ich zum Beispiel Oneye und FengOffice spannender. Ihre Macken haben die auch, aber die Konzepte sind ansprechender.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

2 Kommentare

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  1. Kommentar von Joe · · #

    Hallo und Danke für die lesenswerten Artikel zu Groupware Lösungen.
    Du schreibst “Da ich bereits eine andere Groupware nutze” und nun spann uns nicht auf die Folter, sondern teile uns doch bitte mit, welche Groupware Du letztendlich nutzt.
    Vielen Dank und beste Grüße.

  2. Kommentar von reraiseace · · #

    Ich verwende Group-Office. Das könnte ich vermutlich auch mal in meinem Blog näher vorstellen.