Installationsproblematik bei Adobe Tools

Mit dem heutigen Artikel möchte ich mich offen an Adobe wenden und meine Meinung zu den neuen Installationsroutinen bei Flash Player, Acrobat Reader und einigen anderen weiteren kleinen Tools kundtun. Dort haben sich in den letzten Monaten einige Sachen eingeschlichen, die ich aus Nutzer- und auch Administrationssicht nicht gutheißen kann.

Installation nur noch über das Internet

Das erste, was mir neben dem netten dunklen Installationsfenster auffällt, ist, dass die Installer sehr klein geworden sind. Auf der Internetseite bekommt man noch angezeigt, dass beispielsweise der Acrobat Reader gut 53 MB groß ist und dann lädt man nur eine ca. 800 kB große Datei herunter. Schön! Doch was macht man, wenn man auf dem PC oder Notebook bei der Installation keine aktive Internetverbindung hat? Genau, gar nichts.

Installerauswahl
Installerauswahl

Dann greift man besser gleich zu Open Source Programmen, wie SumatraPDF oder Foxit Reader. Bei Flash wird es problematisch, da es da keine Alternativen gibt. Da scheint Adobe nicht mitgedacht zu haben. Es wäre günstiger, wenn es zwei Installer geben würde: den einen für offline und eben auch größer und einen weiteren für online. Andere Softwareentwickler machen das schließlich auch so.

Freundlicher Hinweis
Freundlicher Hinweis

Beim Download wird man noch darauf hingewiesen, dass es eventuell anzuraten ist, den Antivirenscanner während der Installation zu deaktivieren. Ja ne ist klar. Aktive Internetverbindung und dann das Antivirenprogramm abschalten, nur damit das Adobe Tool nicht als Virus erkannt wird. Danke, Adobe!

Adobe macht es dem Nutzer so einfach wie möglich

Schön ist zwar auch, dass die Installation dann weitestgehend automatisch abläuft. Aber so langsam aber sicher fühle ich mich wie bei Apple, wo die Kunden auch mehr und mehr bevormundet werden. Jedoch kann man bei deren Programmen, so was Sinnloses wie einen Speicherort des zu installierenden Programmes angeben. Toll, wer braucht denn das?


Adobe Flash Player 11 installieren

Ok, das war gerade Ironie pur, war beabsichtigt. Das lässt Adobe gleich mal ganz weg und Lizenzbestimmungen werden entweder nicht angezeigt oder erst nach der Installation zur Einwilligung angeboten. Daher erst mal feste installieren und dann schauen und sagen: nein Danke. Also wieder deinstallieren und dann wohl noch nicht mal sauber.

Installer eliminiert sich selbst

Für viele dürfte dass eine Erleichterung sein. Nach der Installation muss die nutzlos gewordene Installationsdatei nicht gelöscht werden, das übernimmt Adobe vollautomatisch. Nett, aber mir fehlt an der Stelle die Frage im Installationsprozess. Denn manch einer lädt sich das Installationsprogramm runter, um es beispielsweise gleich auf dem Notebook zu installieren und anschließend noch auf dem PC. Aber nein, wenn es nach Adobe geht, soll der Nutzer das dann noch mal vom PC herunterladen.

Installer muss nicht gelöscht werden
Installer muss nicht gelöscht werden

Clever angedacht, nur während des Denkprozesses auf Pause geklickt. Ich meine ein Installer kann auch nicht einfach ohne Zustimmung des Nutzers einen Neustart machen, oder? Würden viele ganz schön blöd schauen. Beziehungsweise hier noch ein Beispiel: Du installierst Microsoft Office von der CD/DVD und anschließend zerschießt sich diese selbst. Da das Programm installiert wurde und der Rest wird nicht mehr gebraucht.

Adobe muss etwas ändern

Ich finde, da muss Adobe wirklich wieder dran arbeiten und dem Nutzer mehr Einfluss übrig lassen. Es kann einfach nicht sein, dass der Endanwender so derart bevormundet und teilweise auch zu bestimmten Handlungen gezwungen wird. Ich für meinen Teil werde, wenn sich das nicht ändern sollte, sämtliche Adobe Tools nicht mehr nutzen. Flash und Acrobat Reader gelten ohnehin als reinste Bazillus-Schleudern.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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