FengOffice 2.0 ist endlich da

Lang haben die Entwickler von FengOffice an ihrer zweiten Version gebastelt, doch am 22. März 2012 war es dann endlich so weit. Diese Groupware-Lösung habe ich hier im Blog noch nicht vorgestellt, jedoch bereits in der Version 1.7.5 getestet und einige Wochen im laufenden Betrieb gehabt. Daher dachte ich mir, schau ich mal rein, um zu sehen, was sich seit dem verändert hat.

Installation in 4 Schritten

Die erste Änderung sticht beim Installationsprozess ins Auge. Dort legt man viel Wert auf Einfachheit und schickes schlichtes Design. Das Installieren ging auch sehr schnell und danach war die Software einsatzbereit. Was an das gute alte FengOffice erinnert ist die Anmeldemaske. Diese ist immer noch so hübsch (hässlich) grün. Das ist nicht unbedingt jedermanns Geschmack. Dann eben schnell den ersten Nutzer angelegt und eingeloggt.

FengOffice Installation FengOffice Nutzer erstellen
FengOffice Installation und Nutzer anlegen

Überarbeitete Nutzeroberfläche

Man wird von einer schönen und einfachen Nutzer-UI angelacht, die sich auch farblich sehr einfach anpassen lässt. Platz für das eigene “Firmenlogo” ist auch vorhanden. Dadurch lässt sich FengOffice für ein kleines Unternehmen schön anpassen. Der nächste Schritt führte mich dann auch so gleich in den Administrationsbereich, der sich optisch zur Vorversion nicht geändert hat. Dort herrscht immer noch dieselbe Ordnung und man findet sich eigentlich leicht zurecht. Die Konfiguration geht unkompliziert und schnell vonstatten. Es lassen sich auch wieder Vorlagen und Ähnliches erstellen. Dadurch lässt sich FengOffice gut individualisieren.

FengOffice 1.7.5 Nutzeroberfläche FengOffice 2.0 Nutzeroberfläche
FengOffice Alt (links) vs. Neu (rechts)

Was gibt’s sonst Neues?

In Sachen Kalkulation und Zeitmanagement hat FengOffice weiter ausgebaut und das ist mehr oder weniger auch das Steckenpferd der Groupware. Die anderen Module wie E-Mail, Notizen, Aufgaben, Kalender, Dateiablage usw. sind weitestgehend erhalten geblieben. Leider ist das Filesystem immer noch genau wie in Version 1.7.5. Es besteht keine Möglichkeit Ordner zu erstellen und beispielsweise Word-Dokumente lassen sich nicht online bearbeiten. PDF-Dateien können mit installierten PDF Reader, samt Browser-Plug-in auf dem PC in FengOffice gelesen werden. Von Vorteil ist nur die “verschlüsselte” Ablage der Dateien auf dem Webspace.

FengOffice Administrations Panel FengOffice Gruppenberechtigungen
FengOffice Administration

Das Erstellen von Tabellen ist immer noch nicht möglich und Textdokumente lassen sich lediglich mit HTML und CSS schreiben. Da dachte ich mir, kannst du auch gleich eine Webseite draus basteln. Der Ansatz ist zwar gut gemeint, aber es ist für den Endanwender nicht gerade nutzerfreundlich. Da ist der Editor von ownCloud schon eher zu gebrauchen.

FengOffice als eine Alternative

E-Mails ließen sich in meinem Test nicht abrufen. Dieses Problem trat bereits in der Vorgängerversion auf und scheint auch in Version 2.0 erhalten geblieben zu sein. Gerade das und die Problematik mit dem Filesystem waren für mich die Gründe auf eine andere Groupware umzusteigen. FengOffice ist nach wie vor interessant, aber für mich persönlich immer noch nicht im produktiven Alltag einsetzbar.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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