Portable Programme und ihr Nutzen

Die meisten werden sicherlich schon einmal ein portables Programm genutzt haben. Wer damit nun gar nichts anzufangen weiß, für den gibt es hier eine kleine Definition: Das sind kleine Programme, die nicht im herkömmlichen Sinne installiert werden müssen und auf einem beweglichen Speichermedium, wie beispielsweise einem USB-Stick, mitgeführt und genutzt werden können.

Welche Hardware benötige ich für portable Apps?

Grundlegend kann jeder USB-Stick dazu verwendet werden. Eine Speichergröße ab mindestens einem Gigabyte wäre zu empfehlen. Besser sind aber 2-8 GB, wer mehr braucht, kann natürlich auch zu mehr Speicherplatz greifen. Neben dem Stick kann auch eine Speicherkarte (SD, CompactFlash etc.) verwendet werden.

USB-Stick
USB-Stick (Quelle: molotalk, Liz. CC BY 2.0)

Jedoch sollte man beachten, dass nicht jeder PC einen Kartenleser on board hat. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, ein Netzlaufwerk mit einem Onlinespeicher (z.B. Dropbox) dafür zu nutzen. Dann braucht man nur das Internet und die erforderlichen Rechte auf dem Hostsystem.

Wo bekomme ich nun portable Anwendungen her?

Antwort: Aus dem Internet. Scherz beiseite, hier einige Seiten bzw. Suchoptionen:

Das ist jetzt nur eine kleine Auswahl. Im Netz tummeln sich noch viele dieser Seiten. Meist bieten die Entwickler einer Anwendung selbst auch eine portable Version mit an. Da muss man einfach ein wenig suchen.

Portable Apps Suite oder Selbstbaukasten?

PortableApps Platform
PortableApps Platform

Eine weitere Frage ist nun, will man gleich eine ganze Suite mit unzähligen kostenlosen Apps haben oder braucht man nur wenige Anwendungen, die man sich selbst zusammenstellt. PortableApps und Liberkey beispielsweise bieten dem Anwender eine Komplettlösung mit verschiedenen Schwerpunkten an. Runterladen, installieren und einfach nutzen. Jedoch ist das meist nicht sonderlich Speicherlatz sparend.

Daher bieten die meisten Anbieter die Anwendungen auch einzeln an. Entweder als .paf.exe oder .zip Archiv. Ein Entpacken sollte damit immer möglich sein. Liberkey bietet seine Anwendungen nur als eigenes Format an, trotzdem besteht die Option diese mit 7zip zu entpacken und die Anwendung danach zu nutzen.

LaunchV3
LaunchV3

Wählt man nun den zweiten Weg, dann entsteht oftmals ein App Chaos. Um dem nun wieder Herr zu werden, kann man wieder zu einer der Suiten greifen und nur das installieren, was gebraucht wird oder aber, man installiert sich nur einen App-Launcher. Damit behält man die Übersicht. Ich kann beispielsweise den LaunchV3 und USB-Stick-Starter empfehlen. Letzterer ist mit gerade mal 3 MB sehr klein und kompakt.

Programmsammlung für die Hosentasche

Auf diese Art und Weise kann man sich praktische Tools oder Programme, die man häufig braucht, einfach mitnehmen. Ein großer Vorteil ist, dass keine Installation nötig ist und dass auch alle Programmeinstellungen auf dem Speichermedium gesichert werden. Mittlerweile ist die Auswahl an portablen Programmen so groß, dass man kaum noch installieren muss. Weiterhin besteht auch meist die Möglichkeit, ein installiertes Programm in ein portables zu verwandeln. Das werde ich vielleicht in einem späteren Artikel näher erklären.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

2 Kommentare

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  1. Kommentar von Ralf · · #

    Passt nur am Rande hier dazu, könnte Dich aber trotzdem interessieren: Luffi. Das Projekt ist primär nicht auf portable Applicationen ausgelegt, sondern auf “Installers”. Wäre doch interessant, wenn Du das mal hier vorstellen würdest. Ralf

  2. Kommentar von Luffi · · #

    Luffi ist nun auch portabel!