Ein gesunder Sicherheitszynismus

In meinem Blog dreht es sich sehr häufig um sicherheits- und datenschutzrelevante Inhalte. Oft begegne ich diesen Themen mit einer gesunden Portion Zynismus, um dem Ganzen einen Hauch von schwachsinniger Sicherheits- schlampigkeit zu geben. Es passiert mir im Alltag zu oft, dass ich Menschen kennenlerne, die auf ihre Sicherheit im Internet nicht achten. Den meisten ist das nicht bewusst, aber einige machen das aus arroganter Bequemlichkeit.

Google dein Freund und Helfer

Gerade die übertriebene Nutzung von Google. ist ein gelungenes Beispiel. Bietet das Unternehmen dem Nutzer alles, was er im täglichen Leben braucht. Man könnte mittlerweile schon von der “Vergoogelung des Webs” sprechen. Darüber schrieb ich bereits in einem anderen Artikel ausführlicher.

Google Logo
Google Logo (Quelle: Robert Scoble, Liz. CC BY 2.0)

Dem zum Trotze gibt es immer noch genügend Nutzer die sich von Google alles gefallen lassen und Larry Page und Sergei Brin eigentlich gerne zu den neuen Goods erklären möchten. Klappt nur nicht, denn nur einer, verdiente das Prädikat Gott zu sein und das war der verstorbene Steve Jobs. Und selbst in der Bibel heißt es: “Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.”

Das neue Google

Die veränderten Datenschutzbestimmungen und AGBs die Google gerne weltweit am 1. März 2012 einführen möchte, sorgen für ordentlich Wirbel und Schlagzeilen. Denn die neuen Regelungen vereinen die einzelnen Google-Dienste noch mehr miteinander. Das alles unter dem Konzept “Ein Google” und der Nutzer profitiert nur davon. Richtig, er bekommt noch mehr personalisierte Werbung und freut sich seine Daten an Google im Gegenzug zu spenden. Das ist doch mal was. Frei dem Motto: “Heute gibt es personalisierte Werbung im Angebot. Zwei Anzeigen, zum Preis von einem Datensatz. Schlagen Sie zu, denn es ist so günstig, wie noch nie.”

Google schaut dir zu

Google wäre nicht Google, wenn sie nicht immer wieder neue tolle Werbeideen hätten. Nun haben sie eine neue Aktion: Google Screenwise. Nein, das ist kein Webbrowser der vollständige Vollbild-API unterstützt. Das ist etwas noch viel Besseres. Der Google Nutzer ab 13 Jahren darf sich etwas Taschengeld dazu verdienen, meist in Form von Amazon-Gutscheinchen.

Google is watching you
Google is watching you
(Quelle: surrealpenguin, Liz. CC BY-SA 2.0)

Was muss er dafür tun? Ach eigentlich nur sein komplettes Surfverhalten von Google mitverfolgen lassen. Da war er dann wieder der gläserne User. Das geniale daran, viele Nutzer stimmen dem auch noch freiwillig zu. So als hätte die meistgelesene Zeitung Deutschlands wieder ein nettes Mädel auf Seite 1. Klar, dass das dann wie warme Semmel weggeht.

Denke erst, bevor du handelst

Gesunder Menschenverstand hat schon etwas Tolles, wenn man ihn zu nutzen weiß. Leider ist das bei so manchem nicht der Fall und das schnelle Geld oder ein kostenloser Dienst lockt am Ende deutlich mehr, als den eigenen Kopf für einen Moment zu gebrauchen. In diesem Sinne, schmeißt jedem Unternehmen alles in den Rachen, dann haben die Vorstandsvorsitzenden in der Karibik gut zu lachen.

Anmerkung zum Artikel

Ich hoffe, dass dieser vor Zynismus und Sarkasmus strotzende Beitrag nicht in den falschen Hals bekommen wird. Mein Anliegen ist es nicht, jemanden hier zu beleidigen oder anzugreifen. Es soll lediglich so umschrieben sein, das der eine oder andere auf die Idee kommt darüber tief greifender nachzudenken und vielleicht die Wahrheit erkennt. Unternehmen wie Google, Facebook und so weiter verdienen mit Euren Daten ordentlich Geld.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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