Kies oder doch dicker Brocken?

Samsung Smartphone Nutzer wissen jetzt sicherlich auf Anhieb, was ich mit der Überschrift aussagen möchte. Wer es noch nicht weiß, weiterlesen! Es geht in diesem Artikel um die Software Samsung Kies. Diese ist ähnlich wie die Nokia Suite oder Apples iTunes eine Anwendung um Smartphone, Musikplayer, Kamera und so weiter mit dem PC oder Notebook zu verbinden. Benötigt wird sie zum Beispiel für Datenaustausch und Firmwareupdates. Schöne Sache denkt man sich da. Nicht bei Kies!

Aller Verbindungsanfang ist schwer, dann wirds besser

Nokia PC Suite
Nokia PC Suite

Aus meiner Vergangenheit bin ich schon einiges an Software dieser Art gewohnt. So habe ich mich damals mit meinem guten alten Nokia N73 mit der Suite rumgeschlagen. Es wollte mein Smartphone partout nicht über USB erkennen. Irgendwann ging es dann mal. Mit dem N82 ging es etwas besser, aber auch nicht problemfrei und das N97 habe ich fast ausschließlich über Massenspeicher genutzt. Mit iTunes und meinen iPods hatte ich dagegen nie Probleme gehabt. Das muss man Apple zugute halten, das haben sie recht gut umgesetzt. Auch wenn diese Software so ihre Schwachstellen hat.

Apple iTunes
Apple iTunes

Der Kieselstein betritt den Ring

Aber es gibt eine neue Software am Sternenfirmament, die alle Stars zum Erlöschen bringt. Samsung Kies blendet erst mal alles mit seinem orangefarbenen Logo und wirft mit kleinen Sternchen, nein Steinchen, um sich. Die Installationsanforderungen sind so krass, das ich sie hier nennen muss:

Nun überlegen, es handelt sich bei Samsung Kies um eine native Anwendung mit gut 82 MB vor der Installation. STOP, wozu braucht Kies Java, DirectX in aktuellster Version und Windows Mediaplayer Runtimes? Java gilt als potenziell unsicher und wird in einer Software, die mir wie ein iTunes Klon daherkommt verwendet? Nicht deren ernst. DirectX und WMPR kann man grad so verschmerzen. Grundproblem an all dem ist nur, dass die Software nicht korrekt laufen wird. Erfüllt man also die obigen Voraussetzungen nicht, dann hat es sich ausgekieselt.

Samsung Kies
Samsung Kies

Die Software scheint mir schlechter programmiert als Nokias Suite. Das ist für Samsung ein Armutszeugnis. Nutzer, die nicht über das Smartphone ein Softwareupdate machen möchten (nur mit Google Account möglich), schauen so dumm in die Röhre ihres Monitors. Bleibt eigentlich nur eine alternative Version, um die Firmware zu flashen. Dabei geht aber die Garantie verloren, und wenn was schief geht, haftet der Nutzer dafür. Mir ist es bis jetzt noch nicht gelungen mein Samsung Galaxy S II mit Kies zu verbinden. Trotz Neuinstallation der Software und aller benötigten Treiber. Ich werde mein Glück weiter versuchen und schauen, dass ich es zum Laufen bekomme. Aber ob ich darüber ein Firmwareupdate riskieren würd ist fraglich.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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