bada 2.0 – eine Android Alternative?

Im Dschungel der mobilen Betriebssysteme gibt es keine allzu große Auswahl. Welche Systeme gibt es noch und sind in der heutigen Zeit nutzbar.

Erst mal eine Bestandsaufnahme machen:

  • iOS – Das bekannte Apfelsystem ist natürlich in aller Munde
  • Android – ist dem Apple OS dicht auf den Versen
  • BlackBerry – Bussiness Kunden werden dieses OS kennen und häufig auch ihr Eigen nennen
  • Windows Phone – Die Neuauflage von Windows Mobile, angepasst an aktuelle Standards
  • MeeGo – Ein Linux Derivat und nicht sehr weit verbreitet
  • webOS – Von HP Palm auf den Markt gebracht und mittlerweile zum Scheitern verurteilt
  • Symbian – Lange Jahre für Nokia Nutzer eines der besten Systeme, danach nicht mehr wichtig
  • bada – Das Betriebssystem von Samsung, welches sich stark an Android anlehnen möchte

Android, iOS, BlackBerry und so weiter

In der heutigen Zeit, findet man häufig Smartphones mit Android, aber auch das iPhone ist recht oft zu gegen. Microsoft versucht nun mit der Hilfe von Nokia und Windows Phone mehr auf den Markt zu drängen. Doch der Anfang gestaltete sich schleppend und der Weg an die Spitze ist sehr steinig. BlackBerry hält sich immer noch mehr an die Business Kunden und versinkt im Consumer Bereich in der Versenkung. Von Symbian, webOS und MeeGo redet kaum noch einer. Auch bada erfreut sich noch nicht diesem hohen Bekanntheitsgrad wie Android und Co. Aber es ist durchaus einen Artikel wert. Samsung hat nun mit dem Samsung Wave 3 das OS bada 2.0 offiziell herausgebracht.

Screenshot bada Website Wave 3
Screenshot bada Website Wave 3

Achtung: bada 2.0 kommt

bada 2.0 ist ein Betriebssystem wie etwa Android oder Apples iOS. Es versucht sich an diesen beiden Größen zu messen und eine weitere Alternative zu bilden. Mit der neuen Version wurden auch zahlreiche Neuerungen eingebracht. So beherrscht bada nun auch Multitasking, sprich das Ausführen mehrerer Programme zur selben Zeit. Ebenso hinzugekommen sind Sprachsteuerung und gesprochene Worte in Text umsetzen. WiFi-Connect kommt nun auch zum Einsatz und ermöglicht es, mehrere Geräte, ohne Netzwerkkonfiguration einfach miteinander zu verbinden.


Neuerungen von bada 2.0

Android oder bada?

Sonst erscheint einem die Benutzeroberfläche recht Android ähnlich. Vor allem die Buttons erinnern einen stark an Samsungs Galaxy Reihe. Verwunderlich ist dies ja nicht, es erleichtert einem vielleicht auch den Umstieg. Von dem, was man über das Samsung OS liest, klingt es wirklich sehr gut. Es scheint so, als könnte bada mit ein wenig mehr Bekanntheitsgrad zu einer wirklichen Android Alternative werden. Der Samsung App Store muss aber noch deutlich größer werden. Dort tummeln sich rund 12.500 Apps für bada. Das ist mit der Konkurrenz verglichen sehr wenig. Anzumerken ist noch, dass bada mittlerweile sogar Windows Phone überholen konnte.

Screenshot bada Ecosystem
Screenshot bada Ecosystem

Die Welle schwappt noch nicht über

Leider gibt es in Verbindung mit bada auch einige negative Aspekte. Die Smartphones, auf denen das OS läuft, sind zwar nicht so schlecht ausgestattet, aber tendieren eher zu einem Mittelklasse Smartphone. Die Kameras die in den Samsung Wave Modellen verbaut werden reichen nicht über die 5 Megapixel Grenze hinaus. Das ist durchaus schade. So gesehen kommen die Geräte nicht an die Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S und S II heran. Das mindert natürlich die Nutzung und Verbreitung von bada. Samsung sollte da mehr in die Offensive gehen und verstärkt auf bada setzen und die Hardwareanforderungen auf Augenhöhe mit den Android Geräten halten.

Macht Samsung aus bada einen Trend, dann wird dies eine rosige Zukunft für das Unternehmen werden.

bada Logo

bada Art
Grafiken von bada brandguideline


Avatar von reraiseace
Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

0 Kommentare

Du kannst diesen Artikel nicht mehr kommentieren.