Der Weg in die Cloud

Cloud was, Cloud wo, Cloud wer? Der Begriff Cloud Computing stammt aus dem Jahre 2007 und beschreibt die Auslagerung von Infrastruktur, Speicher oder Programmen die über ein Netzwerk anderen zur Verfügung gestellt werden. Die Software wird über das Internet bezogen und nur zu dem Zeitpunkt wo sie benötigt wird genutzt. Die Wolke spielt auch im Hinblick auf Datensynchronität eine immer wichtigere Rolle. Anhand einiger Beispiele möchte ich den Sinn und Nutzen der Cloud einmal verdeutlichen. Dies sind nur einige Möglichkeiten, da die Cloud noch sehr viel mehr bietet als das.

Cloud Computing (Quelle: Sam Johnston, Liz. CC BY-SA 3.0)
Cloud Computing (Quelle: Sam Johnston, Liz. CC BY-SA 3.0)

Beispiel 1: E-Mail, Kalender, Kontakte …

Wer kennt es nicht, man kommt nach Hause und macht den PC an. Danach öffnet man den Webbrowser und falls vorhanden das E-Mail Programm, mit dem Kalender, den Kontakten, Aufgaben etc. Das erscheint einem jetzt normal. Ja, ganz recht, das ist es auch. Nun sitzt man auf Arbeit und will schnell mal seine E-Mails checken, hat aber 5 E-Mail Accounts. Das macht schon mehr Arbeit, sich überall in den Weboberflächen der E-Mail Anbieter einzuloggen und zu schauen. Dann wirkt die Darstellung auch noch ungewohnt, weil es nicht das heimische Programm ist, was alles abruft. Störend, irritierend, nicht wahr? Und schon ergibt sich die erste Einsatzmöglichkeit für die Wolke. Nun gibt es mehrere Optionen. Die eine wäre, das man sich eine E-Mail Adresse herauspickt und die anderen auf diese eine weiterleitet, so muss man sich nur einmal einloggen. Eine gänzlich andere Option wäre, wenn man sich auf einem Webspace oder Server ein webbasierendes E-Mail Programm aufsetzt. Viele E-Mail Anbieter bieten auch Kalender, Kontakte etc. bereits mit an. Hinzu kommt nun, dass das heimische Programm keinen Nutzen mehr haben würde und es deinstalliert werden kann. An jedem PC hat man jetzt dieselben Daten, einfach schnell abrufbar.

Beispiel 2: Bilder

Ein weiteres Beispiel, man sitzt bei einem Bekannten und möchte ihm gerne einige Urlaubsbilder zeigen, hat aber vergessen, den USB-Stick einzupacken. Und schon hat man die nächste Aufgabe für die Cloud. Man speichert seine Bilder ab sofort online und hat sie jederzeit griffbereit. Es muss nicht so sein, das sie frei für jeden einsehbar sind. Nein, das entscheidet man schon selbst. Das Beste kommt erst noch, es muss nicht einmal Geld kosten. Bilderdienste wie Directupload, Flickr, Picasa und weitere bieten einem recht gute Konditionen.

Beispiel 3: Notizen

Aller guten Dinge sind drei, daher noch ein drittes Beispiel. Sie gehören zu den vergesslichen Menschen und schreiben sich vieles auf kleine Klebezettelchen. Diese haben Sie natürlich immer dabei und nach System sortiert, damit Sie ja nichts vergessen. Schön wäre es jedenfalls. Daraus leitet sich die 3. Anwendungsoption der Cloud ab. Notizen lassen sich einfach online speichern und sind damit auch immer abrufbar. Keine lästigen Zettel mehr, die man vergessen könnte, kein unsortiertes Chaos, alles ganz geordnet.

An diesen drei sehr einfachen und primitiven Beispielen merkt man wie man sich das Leben durch die Cloud vereinfachen kann und seine Daten immer parat hat. Das Auslagern bzw. outsourcen von Daten, Anwendungen und Speicherplatz lässt sich nach oben hin beliebig skalieren. Jeder entscheidet selbst, welche Daten in der Wolke landen und welche nicht.

Mein Rat: Zu sensible Daten, wie Passwörter, staatliche Dokumentkopien oder ähnliches gehören auf den heimischen PC und nicht ins Internet. Denn auch wenn die Cloud viel Erleichterung mit sich bringt, sollte man die Sicherheit niemals vernachlässigen.


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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