Anonymous Mexico zieht Drohung zurück

Laut Spiegel Online, hat das Drogenkartell Los Zetas den entführten Anonymous Hacker frei gelassen. Dieser meldete sich nach seiner Freilassung bei den anderen Anonymous Mitgliedern und konnte an Hand seines Namens und Wissen über die Ereignisse seine Identität bestätigen. Er verkündete auch so gleich eine Drohung: Würde Anonymous weiter gegen Los Zetas vorgehen, werde man 10 Personen aus seiner Familie töten. Im Blog von Anonymous Iberoamerica, hieß es sogar, das man für jeden Namen zehn Personen ermorden wolle. Anonymous werde nun von der Veröffentlichung der Namen absehen und sich stattdessen wieder auf das wesentliche konzentrieren. Los Zetas war nur wegen der Entführung (ich berichtete) zum Ziel des Hacker-Kollektivs geworden. Eigentlich wolle man korrupte Regierungsmitglieder und Beamte bloß stellen. Vielen wird eine Verbindung zu Los Zetas nachgesagt und eine, bereits vor Monaten, erhackte Datenbank liefert in Form von E-Mails die Beweise dazu. Derzeit prüft die Regierung diese 10.000 Mails auf Korruptionsverdachte.

Mit beißenden, schießwütigen Hunden spielt man nicht

Nun scheint das ganze glimpflich über die Bühne gegangen zu sein. Denn nach der Veröffentlichung der Drohung, äußerten einige Anonymous Mitglieder ernste Bedenken an der Aktion. Der Gegner ist nicht gerade zimperlich und sei auch dabei sich ein eigenes Team von Hackern zusammen zustellen, damit man Anonymous jagen könne. Das zeigt wiederum deutlich, wie viel Potenzial das Drogenkartell mit sich bringt. Zudem wäre eine Veröffentlichung von Namen sehr heikel gewesen, da man sich selbst in Gefahr gebracht hätte und wo möglich auch Unschuldige.

Gut dass es so glücklich abgelaufen ist, weil ich selbst nicht mal sagen könnte, was passiert wäre, wenn Los Zetas nicht nachgegeben hätte und Anonymous erste Namen veröffentlicht hätte. Vielleicht wäre es zu einem blutigen Krieg zwischen den beiden gekommen und da hätte es Anonymous schwer gehabt.

Quelle: Spiegel Online


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Autor: Markus Werner (reraiseace) Twitterreraiseace, Google+reraiseace, Twittercb_werner
Ich bin Redaktionsvolontär bei der COMPUTER BILD in Hamburg, Fernstudent am Deutschen Journalistenkolleg und schreibe auf re{raise}ace privat über Webdesign und Programmierung. Seit 2015 schrieb ich auch regelmäßig für andere Medien.

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